Tacker deinen Hintern an der Couch fest!!


Prima dachte ich mir! Immer muss ich so Sachen machen die mir weh tun. Tackern. Mich. Ausgerechnet heute! Frechheit.

Gerade jetzt, wo die Motivation zurückgekehrt war. Erholt und ausgeruht aus ihrem sehr lang andauernden Urlaub. „Auf zu neuen Abenteuern“ schreiend kam sie auf mich zu gerannt. Und ich, ich wollte sie mit offenen Armen empfangen. Sie drücken und herzen, ihr sagen wie sehr ich sie doch vermisst hatte. Bereit sie anzuflehen das sie mich nie wieder verlassen soll. Es hätte so schön sein können.
Aber irgendwer versaut einem halt immer die Tour! Mir sowieso!
Und so grätschte sie mir in die Parade. Die Erkältung. Oder wie die Bildzeitung heute morgen titelte „Der Bützvirus“ Schon wieder. Und das, obwohl ich noch nicht mal gefeiert habe.
Aber der Rest um mich herum scheinbar schon und trug den Virus freudig in die Welt hinaus. Und wen erwischt es natürlich? Richtig! Mich.
Andere feiern und bützen, ich bade es aus. War ja nichts neues.

So kam es, dass ich gestern Abend schon alles in mich hineinstopfte von dem man nur ansatzweise den Eindruck hatte es könne einen gesund machen.
Heisse Zitrone, Orangen, Äpfel und sogar (pfui) Mango (allerdings auch nur ein Stück, welches versehentlich in meine Portion Obst gerutscht war und ich es mit angewidertem Gesicht hinunterwürgte).

Nütze alles nichts. Die Mandeln waren dick, Nase und Ohren taten weh, also zähneknirschend das Krafttraining für heute abgesagt und auf Montag verschoben.

Stunden später habe ich mich getraut und kurz nachgefragt, ob etwas dagegen spricht, wenn ich heute Abend ein wenig radel. Auf der Rolle. Gaaaaanz langsam. Wie ein Federchen würde ich in die Pedale treten wollen. Nicht mal warm würde mir werden währenddessen, nur ein klitzekleines bisschen Bewegung.
Die Antwort die ich bekam war kurz aber mehr als deutlich. „Tacker deinen Hintern an der Couch fest“ stand da in meinem Display.
Widerstand zwecklos, soviel war klar. Schlagende Argumente meinerseits: nicht vorhanden.
Da half jetzt auch klein und süß sein nicht mehr weiter.

Was macht man also an so einem Tag?!? Die Motivation will, der Geist will, der Körper streikt. Was stellt man da an mit seiner überflüssigen Energie. Und da war es passiert. Ich schickte die erste Sponsoringanfrage meines Lebens in die Welt hinaus.
Ich habe ein schweizer Rad, wieso also nicht auch schweizer Schuhe? Ich mag die Schweizer. Ich werde beim Ironman Rapperswil in der Schweiz sein und dort als moralische Unterstützung an der Strecke dienen.
Warum also nicht. Lange habe ich formuliert und getextet. Um es dann ganz kurz und knapp zu sagen: Über eine Chance würde ich mich freuen, zu bieten habe ich mich.
Dann bin ich mal gespannt. Vielleicht bekomme ich eine Antwort, vielleicht aber auch nicht.

Einen neuen Sattel hab ich mir noch gegönnt. Himmel, was das wieder kostet! Lang hat es gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte. Mein (alter) Sattel und ich. Eine ganz besondere Beziehung. Ich liebe ihn.  Warum? Ganz einfach trägt ein k!

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Muss ich dazu noch mehr sagen? Dezente Hinweise, dass es doch aber ein Männersattel sei, habe ich direkt mit der Begründung: „Aber er hat ein k! Und ist wunderschön“ abgeschmettert.
Es wird eine lange und schmerzhafte Trennung werden. Schließlich haben wir viele Stunden zusammen verbracht.
Es ist aber eben nun mal ein Männersattel. Zum Glück muss ich Dinge immer erst am eigenen Leib erfahren.

Erstmal zeigt mein Handy eine SMS  aber gerade von Coach Christian an.
Vielleicht darf ich ja doch noch radeln.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Schade. Da ist sie auch schon tot.

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Veröffentlicht in 2013

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