Ich vermiss euch so


Nun, seit geraumer Zeit (27 Jahre um genau zu sein) führe ich einen persönlichen Kleinkrieg mit irgendeinem Männchen da oben im Universum. Wahrscheinlich ein kleiner bösartiger Zwerg, der um ein Lagerfeuer hüpft. Heute back ich, morgen brau ich und übermorgen… Wir kennen das ja. Neu ist dieses Phänomen ja nun nicht. Er scheint eine Menge Spaß daran zu haben, mich schimpfend durch die Gegend laufen zu sehen.
Früher hat er gemacht das ich oft hinfalle, weil ich immer sehr schnell unterwegs war (gut, das sind für einen Triathlon jetzt nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Zumindest das mit dem Schnell sein. Über das Fallen müssen wir da noch einmal reden)
Im Kindergarten hat er mich immer Grießbrei essen lassen. Das hat er so lange gemacht, bis ich vor lauter Frust meine Plüschschildkröte unter den Arm geklemmt habe und auf eigene Faust nach Hause gelaufen bin. In der 4. Klasse hat er mich gegen ein Auto laufen lassen. Diese Liste könnte man unendlich weiterführen. Jetzt könnte man meinen, ich sei einfach tollpatschig. Das sehe ich allerdings anders. Wäre ich noch tollpatschig dazu, sähe es jetzt düster aus.

Auf seinen Mist ist nun garantiert auch die Nierenkolik im November gewachsen.
Am Montag trabte ich mit meinem mittlerweile sehr ausgeprägten Bützvirus zum Arzt. Der verzog angewidert das Gesicht und hat mich eine Woche lahmgelegt. Seitdem liege ich im Bett rum, fiebere, schniefe und tippe ein wenig vor mich hin.
Nun hat der nette Onkel am Montag doch einfach (wahrscheinlich aus einem Geistesblitz heraus) noch einmal nach meiner Niere geschaut.
Neuer Termin. Neue Blutprobe, so ginge das nicht. Ups.

Gemerkt hatte ich nichts von der Niere, getrunken hatte ich ausreichend. In meiner Welt war alles gut.
Pünktlich gestern Nacht meldete sich die linke Niere. Wahrscheinlich hatte die sich gedacht: „Angstschmerz an. Der haut da wieder drauf.“
Heute Morgen also zum Onkel im weißen Kittel geschleppt. Der machte nach diversen Tests ein ganz besorgtes Gesicht. „Was Schönes haben Sie da“, hat er gesagt.
Diagnose: Die Nieren sind nach wie vor entzündet (seit nunmehr 3 Monaten), ist halt mal keinem aufgefallen im Krankenhaus. Das ursprüngliche Antibiotikum hat wohl nicht gewirkt  Ist halt auch mal keinem aufgefallen. Immerhin scheint mein Körper durch Sport und Co. nun auch so gestärkt das es mir auch nicht aufgefallen ist (wärs wahrscheinlich spätestens dann, wenn die Niere kolabiert wäre) Sofern also Glück im Unglück. Und es gibt morgens und abends wieder leckere Sachen.

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Bis dahin bleibt mir wohl nur zu sagen. Liebes Rad, liebe Schuhe, lieber Schwimmanzug. Ihr fehlt mir so (Und ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas jemals sage) und ich kann hoffentlich bald wieder bei euch sein. Im besten Fall müssen wir nur 5 Tage warten und dann sagt uns der Onkel mit dem Kittel, dass ich euch vielleicht schon wieder (wenigstens) mal anschauen darf.

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Veröffentlicht in 2013

12 Gedanken zu “Ich vermiss euch so

  1. viell.könntest du es so sehen: du bringst jetzt den ganzen mist hinter dich u.spätestens ab anfang märz biste fit wie niiiie zuvor u.machst alle platt.. 😉

  2. Gute Besserung liebe Katrin und pass bitte gut auf Dich auf. Ich lese Deinen blog schon von Anfang an und finds toll was du so schreibst. Deien Motivation ist bewundernswert und ich wünsche Dir viel Glück für Dein Vorhaben…bist schon echt ne verückte Nudel! :- )
    Bei mir stehen zwar neben meinem Mountainbike mittlerweile auch Laufschuhe hoch im Kurs, aber ich hätte auch nie gedacht, dass Du das mal so aktiv betreibst. Toll!

      1. …und wenns soweit ist sag mir doch bitte mal Bescheid, damit wir uns auch mal treffen können und ein bisschen Zeit zum plaudern haben. ;- )

  3. Was les‘ ich den da. Halt durch, bald ist’s überstanden….und schön schonen. Ja und den Christian kannste in der Zwischenzeit mal zu mir schicken, deine alte Küchenfreundin braucht dringend einen Trainer…den mopsig geht gerade Richtung Megamopel! Denk an dich und vermissen tu ich dich sowieso!

    1. Aaaaawwwwwwww…
      Das erinnert mich wieder an die unzähligen Nachmittage meine Küchenfreundin ❤
      Ich nehm dich zur nächsten Trainingsstunde einfach mit. Wenn er was kann, dann quälen 😉

  4. Eugen Roth tröstet bei langwierigen Leiden wie folgt:
    „Was bringt den Doktor um sein Brot?
    a) die Gesundheit, b) der Tod.
    Drum hält er uns-auf dass er lebe-
    zwischen beidem in der Schwebe.“

    Gruß von bikes

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