Da bin ich wieder


Da bin ich wieder.

Ich bin zurück im Training und merkwürdige Dinge passieren.  Ich bekomme morgens plötzlich Hunger und das ist für mich ziemlich unegwöhnlich.
Vermutlich kommt das von diesem regelmäßigen Essen. 27 Jahre (vermutlich jedenfalls-man hat mir gesagt, als Baby musste man mich wecken zum Essen) hatte ich morgens nie ein Hungergefühl. Und jetzt das! Also schaufel ich weiter brav mein Müsli in mich hinein und wundere mich über mich selbst! Mal kopfschüttelnd, mal schmunzelnd.

Dazu kommt noch, dass mich mal wieder der Muskelkater plagt.
Aber wenigstens verschont er dieses Mal die Beine. Scheinbar hat sich der letzte Muskelkater, der mich dazu zwang Treppen im Sitzen hinunter zu rutschen, gelohnt.
Von der Hüfte aufwärts fühl ich mich jedenfalls als hätte ich Ganzkörperrheuma (herzlichen Dank an André für diesen hervorragenden Begriff).
Gefühlt bin ich seit dem Krafttraining am Mittwoch auch mal wieder 94 Jahre alt. Ich weiß nicht, wie die ganzen Muskelmenschen das um mich rum in diesem Studio machen. Himmel, was die Schmerzen gehabt haben müssen.
Herausforderung des Tages am Donnerstag: Jacke anziehen und eine Flasche Wasser vom städtischen Supermarkt zum Büro tragen
(300m ca., aber das würde ich an dieser Stelle gern verschweigen)
Herausforderung am Freitag (heute): Aufstehen, den Körper zur Arbeit schleppen und um jeden Preis verhindern zu lachen.
Was zur Folge hat, dass meine Kollegen am Büro vorbeihuschen und sagen: „Katrin pass bloß auf, seit gestern ist mindestens eine Lachfalte mehr dazu gekommen.“

Es gibt jetzt natürlich wieder Menschen, die mir sagen, dass Aspirin in solchen Fällen wirklich legitim ist. Aber ich bin doch keine Memme herrje. Als ob mich so ein bisschen Muskelkater klein kriegen würde. Der Hinweis, dass man sich für die nächste Einheit (am Montag) was „ganz besonderes“ ausdenken würde, macht mir allerdings wenig Hoffnung, dass es beim nächsten Mal besser wird.
Dennoch, die Beine blieben ja verschont, sodass ich nun gestern endlich, endlich, endlich auch wieder Radfahren konnte. Standesgemäß habe ich also mein Rad vor dem Fernseher hergerichtet. Es war ja Donnerstag und das Fernsehprogramm hervorragend geeignet um ein Stündchen auf dem Rad zu verbingen (gestern lief die erste Folge von Germanys next Topmodel-ja Frauen freut sowas). Frohen Mutes bin ich nun aufs Rad gestiegen.
Und der kleine Zwerg schien das wohl zu riechen und hat beschlossen, mich wieder ein wenig zu ärgern.
Kaum angefangen, musste ich feststellen, dass ich meinen Pulsmesser vergessen hatte. Also, wieder ausklicken (wer mit Klickpedalen Rad fährt kennt das Spiel), runter vom Rad, Brustgurt an, Uhr mitnehmen, rauf aufs Rad, einklicken, lostreten.
Keine Minute später klingelte das Telefon. Selbes Spiel, ausklicken, runter vom Rad, Telefon suchen, Mama dran. Mama erklärt, dass man trainiert und da nicht nebenbei das Telefon am Ohr halten und telefonieren kann, weil man da eben nicht á la „ich fahre ein bisschen auf dem Hometrainer“ lustig rumstrampelt und großartig Energie für 85 Sachen gleichzeitig hat. Aufgelegt, Telefon in die Ladestation, rauf aufs Rad, einklicken, lostreten.
Zu guter letzt fiel die Pulsuhr runter und piepte freudig vor sich hin, weil sie kein Signal mehr hatte. Also: ausklicken, runter, aufheben, rauf, einklicken, los.
Das funktionierte dann auch eine Stunde hervorragend. Parallel dazu wird natürlich immer gebetet, dass der Nachbar bei dem Spielchen mitspielt und das summende Geräusch über seinem Kopf einfach beharrlich erträgt. Wenn nämlich nicht, heisst das: er klingelt und dann gehts wieder los….ihr wisst schon…runter vom Rad usw.

Seit gestern bin ich nun auch furchtbar verliebt. Er ist grau und orange. Und er ist so furchtbar schön, dass ich ihn eigentlich nicht mehr hergeben möchte.

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Der erste Schuh meines Lebens, der mir wie an den Fuß gegossen ist. Er passt perfekt. Dazu kommt noch ein entscheidender Faktor: Er fliegt mich zur Ziellinie 🙂

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Was soll jetzt denn noch schiefgehen? Ich zieh den also an und dann geht alles wie von selbst. Die ultimative Lösung für meine schlechteste Disziplin scheint somit gefunden. Allerdings kommen mir da ab und an ein paar Zweifel, dass das so einfach nicht funktioniert, wie ich mir das in meiner Welt so ausmale.
Am Equipment wird es jedenfalls nicht scheitern. Top Rad, top Schuhe. Jetzt hängts an mir.

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Veröffentlicht in 2013

4 Gedanken zu “Da bin ich wieder

    1. Frag mal Tanja, die kann uns bestimmt noch eine schicken. Mein Hoody fehlt ja eh noch 😉
      In der Schweiz ist es aber auch nicht so oft warm 😉 Und wir kennen ja das Winterproblem.

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