Planung ist alles


Die Rufe nach einem neuen Text wurden so langsam wieder lauter. Da fiel mir nun auf, der letzte ist ja nun schon fast eine Woche alt. Mir kommt es vor, als hätte ich ihn gestern erst geschrieben.

Der Rest der Welt wird sich wahrscheinlich wieder fragen: Was macht die eigentlich den ganzen Tag?
Das frage ich mich auch. Der Wecker klingelt morgens, Augen auf, zweimal geblinzelt, Tag vorbei, aber nicht im Ansatz was geschafft.

22:48 Uhr und zum ersten Mal am Tag sitze ich und muss NICHTS tun.
Seit einer Woche läuft mein Leben nun wieder nach Trainingsplan. Und so langsam dämmert mir, dass ich für all das was zu tun ist, einen Tag mit mehr als 24 Stunden brauche.

Da lässt sich nichts dran drehen, da lässt sich einfach auch nichts mehr ein bisschen witzig schreiben.
Gerade ist es an der Zeit das alles mit dem nötigen Ernst zu betrachten.
Momentan heisst es durchbeissen bis alles sich eingependelt hat. Bis man einen Weg gefunden hat, alles unter einen Hut zu bekommen.
Der Wecker klingelt morgens um 06:00 Uhr (wenn die morgendlichen Laufeinheiten dann wieder anstehen, eben um 05:00 Uhr). Duschen, Tageslichttauglich herrichten (und das dauert), Haushalt schmeissen -Abspülen, aufräumen, was man halt so macht-, ab ins Büro. Feierabend zwischen 18:00 und 19:00 Uhr.
In den vergangenen Tagen sah das Ganze also an den Abenden so aus:
Montag: 19:00 Uhr Krafttraining.
Dienstag: 19:30 Uhr Schwimmen.
Mittwoch: 20:30 Uhr Radfahren.
Was folgt ist der Donnerstag. Donnerstag heisst Ruhetag. Wie schön es doch klingt das Wort. RUHETAG!!! Nur weil das aber schwarz auf weiß auf einem Papier steht, heisst das noch lange nicht, dass man Ruhe hat.  Ruhetag heisst eigentlich Athletiktraining. Diesmal zu Hause. Ohne Trainer. Ohne Geräte. Sich dazu zu motivieren: schwer bis unmöglich. Danach darf man sitzen, sitzen und ruhen. Wenn man da aber nun sitzt und ruht, sieht man aber auch ganz flott den Staub der sich so angesammelt hat. Zwei Möglichkeiten. Die erste: Man ist so kollosal genervt das man sich den Staublappen schnappt und Wutschnaubend, fluchend durch die Gegend feudelt. Die zweite Möglichkeit: Licht aus.  Also sitzt man im Dunkeln vor dem Fernseher.

Nach den Einheiten muss ich noch was essen.
Spätestens jetzt zahlt sich allerdings mein Nudelhamsterkaufverhalten nun auch aus. Sonst wäre ich wohl schon verhungert, weil selbst zum einkaufen momentan wenig Zeit bleibt.
Das dreckige Geschirr wird jeweils am nächsten Morgen abgewaschen, weil es Abends schon zu spät ist. Ich genieße noch den Luxus meine eigene Spülmaschine zu sein. Davon mal abgesehen, dass man irgendwann ja auch mal wischen, saugen und Wohnung putzen muss. Das verlege ich dann wohl auf 02:00-03:00 Uhr nachts. Da steht nämlich nur schlafen an und da der Rest meines Plan ja ab und an flexibel sein muss, handhabe ich das mit dem Schlafen jetzt einfach ganz genauso.

Irgendwann stellt man erschrocken fest, dass die Waschmaschine ziemlich voll, der Kleiderschrank hingegen ziemlich leer ist. Also musste ich mal wieder waschen. Und so eine Waschmaschine kann ja hervorragend laufen, so lange man im Wohnzimmer Rad fährt. Kann man das Geräusch der Rolle im Fall der Fälle auch mit „WASCHMASCHINE“ rechtfertigen. Man kann sich glücklich schätzen, wenn man ein Geländer in der Wohnung hat (ein Hoch auf die Maisonettenwohnung) irgendwann reicht so eine Wäscheleine im Bad nämlich nicht mehr.  Meine Wohnung gleicht also einem Sportgeschäft mit integrierter Wäscherei.

Vollzeitjob und Triathlon. Nicht einfach unter einen Hut zu kriegen. Aber ich schlage mich tapfer.

Für Optimierungsvorschläge bin ich also gerne offen 🙂

Planung ist alles!
Und mein Plan sieht jetzt ein paar Stunden Schlaf vor.

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Veröffentlicht in 2013

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