Mein neuer Feind: Der Gegenwind!


Heute war es dann soweit.
Alle Ausreden (es ist zu kalt mimimimi, die Sonne scheint nicht mimimimi) zählten heute nicht mehr.
Gestern haben wir mein Rad nun angepasst, abgestimmt und eingestellt. Fitting, wie man auf Neudeutsch sagt. Klingt auch gleich viel besser. Fitting. Wieder so eine Sache. Fühlt man sich ja quasi, als könne nichts mehr schief gehen: 90km Rad. Ein Klacks. Mit Links. Rutsch ich doch auf ner halben Arschbacke ab.

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Premiere übrigens. Das erste Foto auf dem man Katrin beim sporteln sieht.
Man bemängelt ja ab und an, es würde keine Fotos von mir geben beim sporteln. Doch, gibt es! Demnächst sogar schöne! Ein weiterer Termin auf den ich mich sehr freue.

Dennoch, heute sollte es also losgehen. Das erste Mal Rennrad. Das erste Mal in freier Wildbahn. Das erste Mal konnten mich Menschen dabei sehen. Das löste schon Horrorszenarien in meinem Köpfchen aus. Ich war ja immer nur Mountainbike gefahren und das schon ziemlich Harakirimäßig und da jetzt so ein filigranes Rad.
Meine schlimmste Horrorvorstellung: Ich schaffe es nicht auszuklicken, wenn ich anhalten muss! Und ja ich gebe es zu, ich hab nachts schon davon geträumt. Ich war auf dem Mountainbike ja nie mit Klicks gefahren.

Man stelle sich nur mal folgendes Szenario vor: Du sitzt im Auto und hältst an einer Ampel. Vor dich rollt ein Rennradfahrer, der plötzlich (Zack) umfällt und dabei nicht mal einen Fuß vom Pedal nimmt. Wer lacht da nicht?!?

Das zweite Szenario: Ich kann nicht Rennrad fahren. Reifen zu dünn. Alles zu wackelig.
Worum man sich so Gedanken macht. Verrückt!

Half alles nichts. Augen zuhalten und hoffen das einen niemand sieht funktionierte noch nie. Ok, zugegeben, ich versuchs noch ab und an.

Also dick eingepackt und vor die Tür. Vorsichtig aufs Rad. Umgeschaut! Irgendwo ein Gartenzaun in der Nähe an dem man sich festhalten kann? Check! Nochmal umgeschaut. Jemand da? Nein! Check! Also los.
kurioserweise ging das alles erstaunlich gut. Ausklicken. Lenken. Rollen. Huch, sollte das alles so einfach funktionieren.

Aus dem losrollen wurden letztenendes 70 Kilometer.

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Was soll ich sagen. Es sollte nicht nur so erstaunlich einfach sein. Es war es auch.
Ein Horrorszenario hatte ich allerdings nicht auf dem Schirm: den Gegenwind! Auf der Rolle im Wohnzimmer gabs den ja nicht! Da war das mit dem ausklicken auch kein Problem.
Gegenwind bei 2 Grad Außentemperatur ist eine ganz miese Sache! Da hilft auch die Sonne nicht. Und so bestanden die letzen 15 Kilometer aus fluchen und schimpfen.
Das Endresultat: Es war verdammt kalt, es tat scheisse weh, dank Kälte und Wind. Aber es war verdammt gut! Ich liebe es. Meine Oberschenkel tun auch nicht mehr weh und ich freue mich auf jeden weiteren Kilometer!

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Veröffentlicht in 2013

Ein Gedanke zu “Mein neuer Feind: Der Gegenwind!

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