Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!


Mein Körper schreit nach Regeneration! Ich habe ihm ein Schnitzel gefüttert und ihm einen Tag Urlaub genehmigt!

Woher ich weiss dass das mit der Regenaration sein muss? Ganz einfach. Ich merke das. Ich vergleichs ganz gern mit einem alten Diesel. Der braucht immer ein bisschen und stottert gewaltig, bis er in Gang kommt, aber wenn er dann mal läuft, dann hält ihn so schnell keiner auf. Dann läuft er und läuft und läuft.
Wenn ich also nur stotternd aufstehen kann, wirds Zeit für nen Tag Urlaub (denn ohne stottern läuft so ein Diesel besser)
Hab ich allerdings auch verdient. Am Montag gab es wieder meine geliebte Krafteinheit. Ich hab mich gut geschlagen. Der Genickbruch war der Aufzugausfall im Büro am Dienstag.
Zu Fuß in den 7. Stock. Ist ansich ne feine Sache, wenn man nicht am Tag vorher vom Coach mit höherer Intensität und mehr Gewicht bedacht wird.
Also losgetrabt, Treppe hoch, Treppe runter, Treppe hoch. Abends nach Hause und 30 Minuten die Beine locker laufen. Hat allerdings nicht funktioniert. Ich war zu schnell und somit die Beine nicht locker sondern ziemlich schwer.
Laufen ist ja immer noch meine schlechteste Disziplin, also habe ich mich mehr gequält, als das ich Spaß hatte. Lediglich der Herr, der mir anerkennend nickend, Hallo sagend auf dem Rennrad entgegen kam, hob meinen Spaßfaktor ein wenig an.
Merwürdiges Phänomen übrigens, wenn man in körperlicher Schinderei verbunden ist, mag man sich autmoatisch, man sagt sich immer Hallo und freut sich, wenn man sich sieht, obwohl man sich gar nicht kennt. Man begenet sich, scant sich kurz von oben bis unten. Ist das einer der Lifestylesportler oder betreibt der das wirklich ernsthaft? Ne, ne, Lyfestyle nicht, der macht das schon öfter. Scan abgeschlossen, gegenüber ins Herz geschlossen, anerkennend genickt, wenns die Puste zulässt noch ein Hallo rausgepresst und weiter gehts.

Das Gute ist: Ich bekomme keinen Muskelkater mehr. Nur noch schwere Beine. Damit muss ich eben noch umgehen lernen. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Dann muss der Geist eben mal nachgeben. Das ist für mich noch ziemlich schwierig. Ruhe halten will gelernt sein. Man kennt das, wenn man kann will man nicht, wenn man will kann oder darf man nicht. Die Wage am nächsten Morgen dankt einem das mit der Ruhe auch nicht, ganz im Gegenteil. Der Versuch dem Körper eine Ersatzbefriedigung in Form von Schnitzel zu verschaffen schlägt sich direkt nieder. Autsch. Da fällt mir schmerzlich eine Situation ein:
Frohen Mutes saß ich im Büro. Vor mir ein Snickers. Freudestrahlend packte ich es aus. Und sah im Augenwinkel mein Handy leuchten. Wird ignoriert. Jetzt ist mein Snickers dran. Genauer hingeguckt. Huch! SMS vom Coach. Was ist denn jetzt. Snickers weggelegt. SMS geöffnet und was finde ich?

Diät

Na prima! Das saß. Nicht das er mir wöchentliche Quälereien beschert, nein, jetzt konnte er auch noch hellsehen. Das Snickers habe ich verschenkt. Eine maulige SMS zurückgeschickt, was zur Folge hatte, dass er sich noch mehr freute über den Einfluss den er auf mich hat. Das hat mich ja selbst erschrocken, um ehrlich zu sein.
Passend dazu gabs es vor kurzem auch wieder Geschenke, von Leuten die mir immer wieder den Rücken stärken. Die beste Freundin und der „Schwiegerpapa“. An dieser Stelle, vielen Dank dafür 🙂

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Für mein Vorhaben letzten Sonntag war der Einfluss und das weglassen des Snickers allerdings ganz gut. Neo anziehen. Katja vom TTRN hatte netterweise an mich gedacht und mir einen Neo in die Hand gedrückt, den sie selbst nicht mehr brauchte.
Na dann mal los. Kann ja nicht so schwer sein. Neo anziehen. Bin ja nicht dick. Naja jedenfalls nicht so ganz. Also los. Bis zu den Knien kam ich und dann war Feierabend. Der Wal passt da niemals rein, dachte ich mir.  Ein kurzes „Ähhhhhhhhh“ in die Richtung meines Freundes reichte allerdings aus. Der stand postwendend auf und schob mich einmal in den Neo. Meine Verwunderung darüber,  dass er tatsächlich passt habe ich gekonnt überspielt und zum ersten Mal war ich tatsächlich richtig froh, dass er in Wiesbaden ebenfalls an den Start gehen würde. Irgendwer muss mich morgens ja anziehen, wenn ich nicht eine tägliche Einheit Neoprenanzug anziehen ind den Trainingsplan einbauen will.

Und was soll ich sagen. Aus einem anfänglich doch sehr skeptischem Blick wurde wenig später ein ziemlich zufriedenes „passt“ Gesicht

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Am Equipment scheitert es defintiv nicht mehr. Jetzt muss ich weiter üben. Vor allem das Laufen.
Das erste mal mit Laufpartner morgen Abend. Vielleicht geht das besser als so allein durch Wald und Flur zu rennen.

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3 Antworten zu “Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach!

  1. gern geschehen …. und awwwwwrrrrr … ich liebe das „passt“-gesicht 🙂

  2. Im Neo zur Arbeit. Kolleginnen in der Frankfurter City unter Schock.
    Scouts entdeckten das angesagteste Büro-Outfit im Bankenviertel.
    Frankfurt, 8. April 2013
    Wie der Doyen der deutschen Textilindustrie, Casimir Freiherr von Trendset am Sonntag mitteilte, haben seine Fashion-Scouts vergangene Woche in den einschlägigen Locations die ersten Büroangestellten in einer bisher noch nicht da gewesenen gewagten Aufmachung gesichtet. Nach seinen Worten ist die extravagante Klamotten-Performance nur mit dem legendären Auftritt Joschka Fischers vor dem Hessischen Landtag vergleichbar, als der damals Turnschuhe salonfähig machte.
    Die gesichteten Models erscheinen in todschicken Neoprenanzügen zur Arbeit. Beobachter vermuten, dass sich dieser Trend zum körperbetonten Neo durchsetzen könne, zumal in 2013 kein Sommerwetter zu erwarten sei und auch fashionmäßig der Wiesbaden-Triathlon am 11. August bereits seine Schatten voraus werfe. Das Publikumsecho sei jedenfalls bereits riesig, falle jedoch naturgemäß zwiespältig aus. Während Nerds begeistert reagierten und sich mit dem Gedanken trügen, bald mit Taucherbrille und Flossen zum Rechner zu eilen, um vor dem Bildschirm zu schnorcheln, würden die Girls hyperventilierend mit sich zu Rate gehen, ob sie denn in Puncto bella-figura-machen überhaupt mithalten können. Brigitte jedenfalls schreibt insgeheim schon ihren Ratgeber, „Winterspeck weg“ entsprechend um.
    Von unserem zurzeit in der europäischen Wirtschaftsmetropole weilenden Pariser Korrespondenten Karl Lagerfeld für Agence France Press (AFP).

  3. Sonntagabend 14. 4.
    Zur Laute zu singen: (crescendo; fordernd)
    LaOla

    Die Supporter haben Bock
    auf den neusten Kraichtal-Blog

    LaOla

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