Sport im Sommer-ist doch scheisse!


Ich habe ja nun lange nichts hören lassen.
Dafür gabs einen ganz einfachen Grund.
Ich musste mich umstellen. Mal wieder.
Sport im Sommer. Bah! Da ists ja warm.
Nicht das ich das nicht gewusst hätte. Aber was soll denn das nun? Sonne, so plötzlich? Frechheit. Ich hatte mich doch gerade an den Winter gewöhnt.

Da gibts plötzlich schon wieder ganz neue Dinge an die man sich gewöhnen muss. Man schwitzt. Zum Beispiel. Und ich mag da nicht. Schwitzen. Bah. Sauna zum Beispiel. Bah. Schwitzen in Gemeinschaft. Wer erfindet sowas und was denkt er sich dabei?

Nun gut, daran gewöhnt man sich vielleicht irgendwann. An das Schwitzen. Aber fürs „Nichtschwitzen“ habe ich mir wohl die falsche Sportart ausgesucht.
Es gibt da noch Problemen ganz anderer Sorte.

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Man kriegt so komische Streifen. Streifenhörnchen. Und das war nach der allerersten Radausfahrt.
Apropos Radausfahrt.
Die erste in der Gruppe hab ich mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht.

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Am Tag vorher standen die ersten Einheiten im Kraichgau an. Also voller Stolz aufs niegelnagelneue Rad geschwungen. Und losgeradelt. Am liebsten hätte ich einen roten Blinkpfeil auf den Rücken geschnallt der in bester „Guck mal-neu“ Manier vor sich hinblinkt.
Berge hochgekurbelt, mit sowieso schon schweren Beinen.
Fluchend-natürlich! Wer mich kennt, der weiss das Fluchen zu den Dingen zählt die ich am Besten kann.
So. Schliesslich war es ja auch erst die zweite Einheit auf dem Rad draussen.
Und dann passierte es.
Das was jedem Rennradfahrer irgendwann mal passiert. Anhalten war angesagt. Also rechts aus dem Pedal ausgeklickt um den Fuß auf den Boden zu setzen. Da ja aber (wie immer) sowieso jeder macht was er will und mein Rad da keine Außnahme bildet, kippten wir nach links, wo der Fuß noch im Pedal steckt. Rums.
Der erste Gedanke? Das Rad, scheisse, scheisse das Rad.
Aber erstmal: Helm ab! (Dafür erntete ich schimpfe-aber sind wir mal ehrlich. Gefallen war ich schon. Und wenn da so ein Auto über mich rollt, hilft der Helm nun auch nichts mehr)
Rad begutachtet. Alles heil. Gott sei Dank.
Dann mal nach dem Rest des Unfallopfers geschaut. Der Knöchel, der war hin.
Natürlich fällt Madame auch nicht irgendwo in der Pampa, nicht das es davon nicht genug gegeben hätte, aber der Spaßeffekt für die Umwelt ist natürlich kurz vor so einem Sportplatz viel höher, deswegen fällt man lieber da. Ich denke ja an meine Mitmenschen. Ich will mir ja da nichts nachsagen lassen.

Am nächsten Morgen dann los zur großen Ausfahrt.

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Also losgeradelt. Und auf halber Strecke gemerkt, dass der Knöchel dick und geschwollen ist und ich keinen Druck aufs Pedal krieg. Was tendenziell bei einer Strecke die meist bergauf geht eher unschön ist.
Schweren Herzens die Tour gekürzt und mir von einem netten Herren (Danke Günter) den Weg erklären lassen.
Und? Prompt verfahren. War klar.
Aber so richtig verfranzt. Und mit Iphone Navigation zurück zu unserem Zwischenwohnsitz bei Pedro navigiert. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich die falsche Abzweigung genommen habe. Ich muss jetzt nicht wieder erwähnen, dass es ständig bergab und bergauf ging.
Über Eine Stunde hats gedauert, keine Ahnung wo ich rumgekurbelt bin. Raus kam ich jedenfalls an einer ganz anderen Stelle in einer völlig anderen Richtung, weit weg vom Startpunkt. Wie ich dahin geraten bin? Fluchend Berg hoch, verschnaufend Berg runter, fluchend Berg hoch….. Wär ich die Tour mal besser mit zu Ende gefahren, wär ich schneller gewesen.

In diesem Sinne, was lernt man draus? Heim findet man immer, egal wie lang es dauert.
Und dennoch wars schön. Es hat Spaß gemacht und wie immer haben sich die Jungs und Mädels der Hardtseemafia ganz lieb gekümmert.
An dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an Pedro. Für Unterkunft, Verpflegung, vor allem für den Eisbeutel, der meinem Fuß sehr gut tat und das ich mal wieder erfahren durfte das es wirklich nette Menschen gibt auf dieser Welt.

Zu diesen gehört auch Thorsten Firlus. Thorsten von der Wirtschaftswoche. Mehr oder weniger zufällig in Kontakt gekommen und daraus gezaubert hat er das:

http://blog.wiwo.de/schweinehund/2013/04/19/mein-verein-das-internet/#more-384

Ein bisschen stolz bin ich schon. Ok, vielleicht auch ein bisschen mehr.
Vor allem aber bin ich mittlerweile selbst gespannt, was mich auf meinem Weg noch erwartet.

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3 Antworten zu “Sport im Sommer-ist doch scheisse!

  1. 🙂

  2. Also irgendwie moechte ich jetzt auch Rad fahren…:-)…Erlebnissgastronomie kann genauso gefaehrlich sein…

  3. Aus Brehms Tierleben I. „Das Rad, Scheiße, Scheiße , das Rad“ rief der Pfau und schlug das Rad.

    Aus Brehms Tierleben II. „Wo gehobelt wird fallen selbst Schwäne“, sagte Reineke Fuchs.

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