Klingelingeling, klingelingeling hier kommt der Eiermann


Könnte meine neue Titelmelodie werden. Vielleicht hänge ich mir ein paar kleine Lautsprecher um den Hals, aus welchen immer freudig diese Melodie tönt.
Wie ich darauf komme. Nun ja, keine allzu schwere Geschichte.
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Am Samstag war es dann soweit.
Nach 5 Monaten. 5 langen und harten Monaten durfte ich mir die Laufschuhe wieder anziehen. Die Knie sind ja schmerzfrei seit einiger Zeit.
Es war schon ein ziemlich komisches Gefühl, die geliebten Treter wieder an den Füßen zu haben.
Meine geliebten On. Run on clouds. 20 Minuten waren geplant. Also rauf aus Laufband.
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Langsam losgehen, bei gemütlichen 4km/h. Temposteigerung auf 5km/h und dann weiter auf 6km/h. Da ich ja nicht mehr alleine trainieren muss, hatte ich tatkräftige Unterstützung auf dem Laufband links neben mir. Von dort kam auch die Ansage: „Und nun, lauf los.“
Loslaufen? Bei 6km/h? Wie soll das gehen? Ich fall doch aufs Gesicht (eine meiner größten Ängste, aufs Gesicht fallen. Pfui). Viel zu langsam. Das waren die ersten Dinge, die mir durch den Kopf gingen.
Also langsam losgetrabt. Skeptische Blicke von links. Oh, oh, das hieß nichts Gutes und lies vermuten, dass ich mein altes Problem nicht losgeworden bin über die 5 Monate.
Hätte ja sein können, dass es sich verflüchtigt hat. Irgendwie. Angst gekriegt und weg, oder so.
Von welchem Problem ich spreche. Nun ja. Laufen ist immer noch ein einziger Krampf und eine einzige Qual.
(Das wird sich auch nur mit viel, viel, viel Arbeit ändern.)
Mein Problem: ich hebe die Beine nicht hoch genug. Hat zur Folge, dass ich zu dicht über dem Boden bin. Und um mit den Füßen nicht über den Boden zu schleifen, wenn ich den Fuß nach vorne hole, drehe ich den Unterschenkel mitsamt Fuß einfach nach außen weg. Einfach gesagt: Ich eiere.
Dabei schlägt das Knie natürlich automatisch nach innen weg. (wir erinnern uns. Läuferknie. Knie dreht nach innen. Fehlbelastung. Schmerz. Oh ja, das Große Ganze.)
Diese Bewege schlägt sich aufs Schienbein, welches dann so nach 400 Metern unglaublich schmerzt. Nicht so ganz von Vorteil, wenn man mal 21km laufen will.
Dessen bin ich mir bewusst und dachte, ich hätte da einen Weg gefunden um das während des Laufens einigermaßen hinzukriegen. Aber denkst. Pustekuchen.
Da helfen dir auch die Schuhe nicht.
Wenn man sich jetzt krampfhaft versucht vorzustellen, wie das aussieht. Vergesst es. Es gibt keine Vorführungen und kein Videomaterial, welches sich für die Öffentlichkeit eignet.

Was heißt das nun für die Zukunft.
Wir trainieren die Hüftbeuger und Stabi sowieso. Auf dem Trampolin. Wir nehmen wieder die Treppe statt den Aufzug (jedenfalls auf dem Weg nach oben) und wir machen Lauf ABC.
Und das alles in kleinen Schritten. Denn wenn ich durch die 5 Monate Verletzungspause eines gelernt habe, dann das es eben nur in keinen Schritten geht.
Aber eben immer stetig vorwärts.

Und damit ich das Beine heben nicht vergesse, bestelle ich mir jetzt kleine Lautsprecher für mein Iphone.

Klingelingeling, klingelingeling hier kommt der Eiermann…..

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Eine Antwort zu “Klingelingeling, klingelingeling hier kommt der Eiermann

  1. immer weiter … step by step … auch wenn’s eiert oder klingelt: Du schaffst das! :-*

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