I love to run…


….bäh. Nen scheiss love ich.
Entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise. Es fiel mir nur gerade wieder auf, als eines der zahlreichen „I love tu run“ Bilder auf meinem Bildschirm auftauchte.
Rodgau50 stand an. Gefühlt ist meine halbe Timeline auf Twitter bei Rodgau50 mitgelaufen.
Hinprügeln müsste man mich. 50km laufen im Januar. Achtung, ich sags nochmal 50 KM IM JANUAR! Ich halte das für verrückt. So, nur das ihrs wisst.
Ein Halbmarathon ist das höchste der Gefühle. Noch. Was heißt noch. Wahrscheinlich wird’s nie mehr als ein Halbmarathon. Alles über 22 km fährt man gemütlicher und schneller mit den Fahrrad.
Aber ich hoffe ja. Das ich auch mal so etwas bekomme, wie dieses ominöse Runners High. Ich vermute ja, dass es das gar nicht gibt. Jeder erzählt sichs nur, keiner hat es je gesehen, aber jeder sagt, es würde einen ereilen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Gruppenzwang, bloß nie zugeben, das mans noch nie hatte.
Das ist genauso wie die Sache mit den Liedern nur umgekehrt. Angeblich hört keiner „Schatzi schenk mir ein Foto“, aber jeder kennt den Text. Ha!
Ich hoffe, das ich fröhlich beschwingt über die Straßen und Pfade dieser Welt traben kann und alles was ich denke ist „Ach, das Leben ist schön.“
Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man doch so, oder? Ich schreib schonmal ne Grabrede.

Nun haben wir aber folgende Situation:
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Noch ca. 100 Tage bis zu meinem ersten Halbmarathon. Vorbereitungswettkämpfe, auf dem Weg zum Ziel. Müssen eben sein. Das heißt, in den nächsten 3 Monaten, werde ich mich vorrangig damit beschäftigen einen Fuß vor den anderen zu setzen. Und das in einer Geschwindigkeit, die man nicht mehr gehen nennen kann.
Ebenfalls heisst das 3 Monate Qual. Qual, Hölle, Schmerz, Fluchen, den Gedanken ans Aufgeben in Grenzen halten, usw. usw. Aber genauso heisst es, auch eine Chance zu haben. Und zwar die Chance, den Zeitpunkt des einsetzenden Schmerzes einfach Tag für Tag weiter hinauszuzögern. Und vielleicht, ja ganz vielleicht, werde ich am Ende dieser 3 Monate einen Zettel nehmen und in großen Lettern “ I LOVE TO RUN“ drauf schreiben.

Und bis dahin gilt folgendes:

2014-01-25 16.38.40

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11 Gedanken zu “I love to run…

  1. Ein Lauf-Kollege kam neulich aus dem Schwimmbad, wo er sich auf seinen ersten Triathlon vorbereitete: „Ich dachte, irgendwann muss das doch mal anfangen Spaß zu machen. Aber es macht einfach keinen Spaß!“

    Wenn dir das Laufen keinen Spaß macht, dann erspare es dir. Radfahren ist doch ein schöner Sport.

  2. Du läufst nicht für andere und du quälst dich nicht für andere für ein von dir bestimmtes Ziel. Wichtig ist wirklich dass du an dich glaubst und Spaß an dem hast was du tutst. Und sobald du Spaß hast wirst du auch merken das Laufen richtig schön sein kann. Und dass es das Runners High durchaus gibt. Zwar nicht jedes mal, aber ab und an. Und dann plötzlich kannst du dir vorstellen auch deutlich mehr wie 21km zu laufen.

    Es scheint halt fast so als ob du für jemanden anderen trainierst und dich quälst und nicht weil du dies willst…

    1. Nun, ich kenne niemanden, für den Laufen von Anfang an total schön war. Somit erweckte das wohl den falschen Eindruck. Denn nirgends steht, oder ist angedeutet, dass ich das für jemand anderen mache. Würde ich das tun, wäre ich a) stinkreich, weil er mich dafür bezahlt oder b) ein Fall für den Doktor mit der Couch 😉
      Spass beiseite. Wenn man 3 Sportarten kombiniert hat man immer eine schwächere Disziplin. Meine ist und bleibt das Laufen. Und nicht zuletzt sind all meine Texte immer mit einem ironischen Augenzwinkern zu sehen 🙂 Also keine Sorge, alles im grünen Bereich. Und meine Finishermedaille werde ich mir auch selbst an die Wand hängen.

  3. Für den ersten Satz des Blogs hast Du eindeutig einen Preis verdient 🙂 … lieber erfrischend ehrlich als selbstbetrügerisch.

    Allerdings muss ich meinen Kalenderspruch dazu noch loswerden:

    „Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du auch immer willst, was du tust.“

    Viel Spaß bei der Vorbereitung … auch jenseits der 22km geht’s weiter 😉

    P.S.: Ist nicht von mir sondern von Tolstoi 😉

  4. … hm, probier mal Rodgau im Jänner! ich sag dir, das ist etwas das du so schnell nicht wieder vergisst. Ein Erlebnis das Laufspuren hinterlässt. Hab mir diesen 2013 gegeben, bei -8°, und eine schei.. Schneedecke, aber es war …. eben ein Erlebnis das man nicht vergisst.
    Und bei deiner Vorbereitung vergiss nicht, der Schmerz vergeht, aber der Stolz und die Ehre bleiben ein Leben lang! 🙂 Viel Spaß und Erfolg.

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