Tot, toter, am totensten….


…so oder so ähnlich.
Schon immer fühlt sich laufen ja nicht wirklich gut an und schon immer war es nicht meine Lieblingssportart.
Aber ich muss sagen, so langsam wird es besser. Es steckt viel Arbeit dahinter.
Das ist nicht immer einfach und kostet eine Menge Körner. So auch gestern.
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Das erste Mal Intervalltraining. Hätte mir das früher jemand gesagt, hätte ich schallend das Lachen angefangen und mich auf meiner Couch nochmal rumgerollt.
Selbst später, als ich mit dem Laufen begonnen hatte, hätte ich hysterisch gekichert und wäre geflüchtet. Denn da war mir ja bewusst, dass Laufen nicht heißt, ich schwebe engelsgleich über die Straßen und sehe dabei umwerfend aus. Beim Laufen fühle ich mich eher wie Gloria.
Wer sich darunter jetzt nichts vorstellen kann, darf gern mal den Link klicken.

Nun ist es aber so, dass in 51 Tagen der Halbmarathon stattfindet. Die 1. und wahrscheinlich auch die einzige Chance, mich mit Mainz zu versöhnen. Ich mag Mainz, wirklich. Aber ich habe eben nun auch ein paar Rechnungen mit dieser Stadt offen, da sie es nicht immer gut mit mir gemeint hat.
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Von nichts kommt aber nichts und so hat mir mein Freund einen wunderhübschen Plan auf die Beine gestellt.
Der kleine Nerotiker, ja der Monk in mir brach in Jubelschreie aus. Wir lieben Pläne. Mein Monk und ich. Pläne sind wunderschön. Auf ungeplante Dinge folgen meist ein zuckendes Augenlied und merkwürdige Laute aus meinem Mund.

Und so ging es diese Woche also los. Und gestern stand die erste Intervalleinheit an. Die erste meines Lebens. Jungfräulich optimistisch bin ich also die ersten 10 Minuten so vor mich hingetrabt. Beschwingt pfeiffend. In freudiger Erwartung, was mich da wohl auf mich zukommen wird.
Und dann war es soweit. Der erste Intervall. Startschuss und Abflug. Nach 02:30 Minuten brüllte mein Körper ziemlich laut: „Eyyyyyyyyyyy, stop jetzt mal. Was denn hier los. Ich mach hier nicht mit, mich hat hier keiner gefragt.“
Also Vollbremsung von Hundert auf Null. Und hinsetzen. Jetzt werden einige von euch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sagen „Wassssssss, bloß nicht hinsetzen, nie hinsetzen.“
Ich fand hinsetzen ist eine tolle Idee. Und somit hab ichs gemacht. Ein paar Sekunden später stand ich dann aber wieder auf den Beinen, nachdem ich meinem Körper erklärt hatte, wer jetzt hier der Chef ist. Wenn auch nur temporär 🙂

Und so lief ich. Und lief und lief und lief. Alle vier folgenden Intervalle. Ein bisschen stolz, aber und das vor allem, völlig ko.

Plötzlich war mir bewusst, ich dachte schon immer ich müsste sterben beim laufen. Seit gestern weiß ich, ich war nicht mal ansatzweise nahe dran.
Aber es wird sich auszahlen. Spätestens am 11.05.2014. Wir sehen uns Mainz.

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5 Gedanken zu “Tot, toter, am totensten….

  1. So ein Intervalleinheit hat schon etwas. Vor allem die erste. Das haste richtig gut beschrieben. Aber dafür bringt sie auch am Anfang am meisten.
    Wenn des nämlich mal drauf hast und keinen Schmerz mehr fühlst dann verbessert dich nimmer 😉

  2. Ich lach mich schlapp. Gloria. Herrlich. So fühle ich mich auf dem Laufband. Das knallt immer unter mir. Unfassbar. Blöd nur, dass auch immer jemand im Studio ist, der zuschaut. Ich weiß schon, warum ich sonst so etwas nicht mache. Aber mit dem Höhentraining geht es nicht anders.
    Aber klasse, dass es dir nun schon mehr Spaß macht und das Wort Intervalltraining nicht mehr so schrecklich scheint. Ein paar Körner lassen, muss eben auch sein. Der Erfolg wird dir dann sicher sehr recht geben. Ich bin gespannt, wie es in Mainz läuft. Aber wird sicher super. Viel Spaß bis dahin mit den gelben Flitzern. Die sind so #hach.

    1. Ganz schlimm sind Schaufenster. Wenn du vorher denkst, dass du grazil trabst, hoffst du nach dem Schaufenster in dem du dich spiegelst, dass dich keiner sieht. Gespannt auf Mainz bin ich auch. Und wie. Aber erstmal steht ein 10km Lauf in Hanau an. Und die wahrscheinlich in meinen Ons. Ich mag die Cloudracer am liebsten. Aber direkt danach die gelben Flitzer. 🙂

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