Deutsche Post Ladies Run Nürnberg


…oder, wie es ist den ersten Ladies Run zu laufen.
Es gibt Wettkämpfe, die macht man nur zum Spaß. Wenn ihr mich fragt, sind die wichtig. Wichtig für die Motivation, wichtig fürs Gemüt, wichtig für den Spaß.
Der Lauf am gestrigen Sonntag war einer davon.
Ein Stadtlauf in Nürnberg. In Städten die man sehr mag, sind Stadtläufe einer der schönsten Dinge. Zwei geliebte Sachen, lassen sich kombinieren.
Wie schon gesagt, sind Frauenläufe eigentlich nicht mein Ding. Aber die Strecke war es definitiv wert.
Alles in allem ist die Laufserie in 10 deutschen Städten zu Gast. Nürnberg war die erste Station mit mehr als 250 Teilnehmerinnen.

Also ging es am Samstag los um die Startunterlagen abzuholen. Das ging recht schnell und problemlos.
IMG-20140614-WA0005

20140614_143251
Sonntag gegen 14 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Jakobsplatz, wo sich Start, Ziel, Ladies Lounge usw. befanden.
Kurz noch den Zeitnahme-Chip nachgeordert, da war wohl bei der Anmeldung etws schief gelaufen und ich war ohne Zeitnahme registriert.
Ich fädelte mich in die Menge ein und kam kurz vor der Bühne zum stehen. Eigentlich ein guter Platz (so hatte ich gehofft), weil ich relativ weit vorne stand.
IMG-20140615-WA0001

Die Stimmung war gut und ausgelassen. Musik dröhnte aus den Boxen, die Aufregung hielt sich auch in Grenzen. Und dann geschah es…“Atemlos durch die Nacht….“
Der DJ packte tatsächlich Helene Fischer aus und für einen kurzen Moment setze ein Fluchtreflex meinerseits ein.
„Weg hier. Absolut nicht deine Veranstaltung.“, schoss mir durch den Kopf. Aber gut, Augen zu und durch. Mit der Hoffnung im Gepäck, dass ich nicht mit einem Ohrwurm auf die Strecke gehen musste.
Als das Aufwärmprogramm von Fitness First anfing, hielt ich mich ebenfalls raus. Bei 20 Grad hielt ich es nicht für notwendig.
Muss allerdings witzig ausgesehen haben, wie alle brav Hampelmänner & Co zum Aufwärmen machten und ich reglos zwischen drin stand.
Die Mädels schienen aber eine Menge Spaß gehabt zu haben.

Der Startschuss fiel und wir bewegten uns über die Startlinie. Und dann passierte, was ich vermutet hatte. Obwohl ich sehr weit vorne stand, war kein Durchkommen.
Läuferinnen, Walkerinnen und Nordic Walkerinnen starteten alle zusammen zur gleichen Zeit. Es war ein Zwischending zwischen Gehen, Laufen, überholen, abbremsen, ausweichen und Nahkampf. Füße, Beine und Nordic Walking Stöcke überall. Ein Blick auf die Uhr und da stand 09:35/km
Hui.
An überholen war kaum zu denken, da es Absperrgitter rechts und links gab. Geduld war gefragt, fast bis Kilometer 1 hat es gedauert, bis ich mich freigelaufen hatte.
Da ich die letzten zwei Wochen vor dem Lauf mit krank sein und Antibiotika verbrachte, kostete das Körner. Und ich weiß ja, dass die kurzen, schnellen Sachen sowieso nicht mein Spezialgebiet sind.
Die Strecke war jedoch schön gewählt, vom Jakobsplatz durch die Stadt, raus zur Wöhrder Wiese und wieder zurück. Stets gesäumt von Zuschauern, die uns anfeuerten.
Die Streckenkennzeichnung war ebenfalls sehr gut gemacht.
Und so bahnte sich das gelbe Läuferinnenmeer seinen Weg. Für jeden, der mit dem gelben Shirt lief, wurde 1 Euro für einen guten Zweck gespendet. Prima Sache.

IMG_20140615_215629

IMG_20140615_215137

So schnell wie es angefangen hatte, war es fast auch schon wieder vorbei. Die 10km Läuferinnen bogen auf ihre zweite Runde ab und für uns ging es Richtung Ziel.
Da war sie wieder. Die Sucht nach der Ziellinie. Die letzten 200 Meter konnte ich an nichts anderes mehr denken, als diesen einen Schritt.
Ich hatte das nie so ernst genommen, wenn mir andere davon berichtet haben.
Aber es ist tatsächlich so. Wenn du sie einmal überquert hast, willst du das immer und immer wieder.

Sicherlich war es für viele der Mädels der erste Lauf. Und das erste Mal, dass sie sich einer Wettkampfsituation gestellt haben.
Ich bin gespannt, für wie viele es noch einen zweiten und dritten Wettkampf geben wird:

Alles in Allem bleibt zu sagen: Der Lauf war gut organisiert, da kann sich manch anderer eine Scheibe abschneiden. Die Strecke gut gekennzeichnet, die Stimmung prima. Die Strecken- und Zielverpflegung auch, es gab alles was das Herz begehrt und was man sich nach einem Lauf bei warmen Temperaturen wünscht.
Vielleicht sollte man jedoch zukünftig die Läuferinnen vor den Walkerinnen und Nordic Walkerinnen starten lassen. Sonst gestaltet sich der erste Kilometer schwierig.
Es ist zwar schön zusammen zu laufen, bringt jedoch nichts, wenn man sich gegenseitig behindert.
Und offensichtlich hat die Zeitnahme nicht funktioniert, obwohl extra nachgeordert.
Aber ich bin sicher, die kleinen Kinderkrankheiten lassen sich auskurieren und das Ganze kann eine schöne Laufserie werden. Empfehlenswert ist sie ja schon. Vor allem für Mädels, die gerade mit dem Laufen beginnen und einmal Wettkampfluft schnuppern möchten. Traut euch Ladies.

Wer sich durch die zahlreichen Fotos der Galerie klicken möchte, kann das hier in der Runnersworld Galerie tun.

In diesem Sinne Run happy 🙂

Advertisements

2 Antworten zu “Deutsche Post Ladies Run Nürnberg

  1. Ich kenne die Sucht nach der Ziellinie nur allzu gut. Sie hat mich bei meinem ersten Lauf vor 7 Jahren erwischt und seitdem lässt sie mich nicht mehr los 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s