Laufliebe


1. Januar 2014. Der Tag an dem ich mal wieder meinem Lauffrust Luft machte.
Heute 8,5 Monate später stelle ich fest, dass all meine A-Wettkämpfe für 2015 Läufe sein werden.
Und ich freue mich darauf.

Was ist also geschehen? Man könnte meinen, mich haben Aliens entführt, mir einen Laufchip implantiert und mich wieder abgesetzt.
Oder ich sei vor eine Tür gelaufen und hätte mir schlimm den Kopf gestoßen.
Was (um ehrlich zu sein) schon mal passiert, aber dabei breche ich mir immer nur die Zehen.

Das, was wirklich passiert ist, ist viel unspektakulärer als gedacht.
Langsam, wie ein Virus, hat mich das Laufen infiziert, Von Mal zu Mal wurde es besser.
Von Mal zu Mal machte es mehr Spaß und von Mal zu Mal half es mir.
Helfen ist in diesem Fall ganz wichtig, da ich weiß, dass ich mich manchmal im Alltagsstress/Bürostress selbst verliere unnd dann nichts mehr schaffe außer mich nach Hause auf die Couch zu schleppen.
Kurioserweise merke ich dann sofort, wie alles schlechter wird.
Die Laune, die Gesundheit, einfach alles wird davon beeinflusst.
Alles steht und fällt mit deiner Aufmerksamkeit, las ich letztens. Und genauso scheint es zu sein.

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Nach 8,5 Monaten ist Laufen mittlerweile viel mehr für mich, als nur Sport.
Es ist ein Stück weit Seelenheil.
Immer noch faszinierend für mich, diese Entwicklung zu sehen, die ich nie für möglich gehalten hätte.
Was habe ich geschimpft, dass alle immer sagten wie toll Laufen doch sei.
Aber nun ist es so und im Jahr 2015 warten der Rennsteiglauf und der Zugspitz Basetrail auf uns. Mindestens.
Rennend durch Wiesen, Berge, Wälder und Felder.

Und genau als ich anfing die gewohnten Routen zu verlassen, bekam ich wirklich Spaß.
Vor ein paar Monaten hatte Salomon angefragt, ob ich Explorer/Tester der Citytrail-App werden möchte. Mal abseits der gewohnten Routen, runter vom Asphalt.
Punkte ablaufen, auf Strecken die man sonst nicht laufen würde.
Vielleicht mal nach links abbiegen, obwohl die gewohnte Strecke anders verläuft.
Den Körper, die Muskulatur, den Kopf neu fordern.
Über Kopfsteinpflaster und Treppen. Versteckte Pfade. Sehenswürdigkeiten.
Gerade wenn man nicht in heimischen Gefilden unterwegs ist.
Leichter kann es nicht sein, schöne Laufrouten zu finden, ohne Brotkrumen zu streuen, dass man wieder nach Hause findet.
Klar braucht man eine solche App nicht zwangsläufig.
Natürlich kann man sich darüber streiten, ob es eine Werbemaschinerie greift oder nicht.
Natürlich kann man auch einfach so mal von seinem gewohnten Weg abweichen, ohne das man dazu eine App benutzt.
Aber seien wir mal ehrlich, wer macht das schon.
Ganz spaßig ist die App allemal, auch wenn sie noch ausbaufähig ist.
Offensichtlich ist die Resonanz auf das Ganze auch nicht so schlecht.
So schaut ein solcher Lauf übrigens aus: Hier klicken

Dann landet man auch mal an Plätzen wie diesen. Und hat gleichzeitig noch sein Telefon dabei um den Schnappschuss von der besseren Hälfte zu machen 😉

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Aber nun genug von mir.
Lasst mich doch mal wissen, was eure Lieblingssportart für euch bedeutet.
Wo treibt ihr euch am liebsten rum? Wo ist eure Lieblingsstreck.
Ich bin gespannt.

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Veröffentlicht in Test

17 Gedanken zu “Laufliebe

  1. Wuaaaah! 9 Monate bis zur Zugspitze, sollte mir auch so einen Countdown einrichten.

    So gut ich die Produkte von Salomon finde, so schlecht finde ich die App, wobei die Idee dahinter natürlich gut und unterstützenswert ist.

    Am liebsten bin ich hier unterwegs: http://www.lainzer-tiergarten.at/ Da sieht man von Mufflons, Wildscheinen bis hin zu Füchsen jede Menge Tiere. Jedoch macht es auch außerhalb der Tiergartenmauern direkt im Wienerwald jede Menge Spaß.

    1. Da hast du Recht, die Idee hinter der App ist prima. Allerdings ist sie noch ausbaufähig., was hoffentlich noch kommt.
      Laufen im Tiergarten…sollte man in Nürnberg auch mal einführen.

      1. Geht in Nürnberg vermutlich im Wald rund um den Zoo trotzdem ganz gut. Du darfst allerdings den Lainzer Tiergarten nicht mit dem eigentlichen Zoo in Wien verwechseln. In Lainz laufen die Tiere wie in einem Wald frei herum und werden dort auch bejagt. Bei fast 2500 Hektar Fläche und bis zu 1000 Wildschweinen auch kein Wunder.

  2. Ich habe am Wochenende deutlich gemerkt, was mir beim Laufen wichtig ist bzw. wie ich möchte, dass meine Läufe sind:

    Am Freitag Abend war ich beim Nachtlauf in Stuttgart: Eine Meute in Orange, die durch eine mit Gittern abgesperrte Fußgängerzone hetzt – auf 4 Runden à 2,5 Kilometern. Definitiv nicht (mehr) meins. Zu eng, zu hektisch.

    Sonntag dann als Kontrastprogramm in guter Gesellschaft 32 Kilometer mit 700 Höhenmetern durch die nassen Wälder rund um Stuttgart. Einfach herrlich. Mit dem Alter wird wohl einfach ruhebedürftiger 😉

    P.S. Vom Zugspitz Basetrail im Juni 2015 träume ich ja auch noch. Muss man sich da frühzeitig anmelden?

    1. Kann ich verstehen. Die kurzen Sachen sind mir auch zu hektisch. Die Anmeldung vom Basetrail öffnet (soweit die Info vom Veranstalter noch stimmt) Ende November. Wie die Auslastung ist, kann ich nicht sagen. Da habe ich noch keine Erfahrungswerte.
      Aber bis November ist ja noch eine Menge Zeit zum überlegen.

  3. Das kann ich gut verstehen – also das mit der Laufliebe und Stadtläufe finde ich immer wieder super. Aber genauso gern oder eigentlich noch viel lieber bin ich natürlich auf dem Land unterwegs. So wie heute. Plötzlich viel mehr gelaufen, als ich wollte, sollte und eigentlich Zeit hatte. Aber dieses Wetter… da musste ich einfach hier und da und dort noch abbiegen.

  4. Als anerkannter Hans-Dampf-in-allen-Gassen, kann ich mich ja nie entscheiden. Ich will gern immer alles machen und immer überall sein.
    Glücklicherweise wohne ich strategisch günstig – mit dem Rennrad kann ich die schmalen Straßen in den Ausläufern der Fränkischen Schweiz genauso befahren wie eben mal schnell ins Fichtelgebirge (oder per Renner auf den Höchsten Gipfel des Fichtelgebirge fahren) – das sind meine Highlights … bei tollen Wetter abseits von großen Straßen einfach nur die Heimat bewundern.

    Laufend habe ich es ähnlich gut – trailige Wälder sind keine 5 Minuten entfernt, dort kann man wunderbar Spielkind sein und sich austoben. Dabei biege ich gar nicht mal einfach so ab, sondern suche mir mit Wanderkarte bewaffnet vorher schon Gebiete raus wo ich mal laufen könnte (meist entlang eines Wanderwegs und dann irgendwo quer ins Gebüsch).

    1. Das klingt sehr gut. Und um die schmalen Straßen fürs Radeln beneide ich dich. Bei den Trails macht es natürlich schon Sinn, wenn man die Strecke vorher kennt, sonst könnte das ins Auge gehen 😉

  5. City-Trail ist in Trailrunner-Kreisen inzwischen ein Kampfbegriff 😛 Viele sehen es als reine Marketingaktion von Salomon und sind nicht unbedingt amused darüber. Aber solange es hilft neue Wege zu entdecken, sicher nicht verkehrt.

    Die letzten zwei Jahre war das meine Hausrunde: http://www.fox-trails.com/2014/02/04/wie-deine-eigene-westentasche/, jetzt bin ich gerade frisch auf der Schwäbischen Alb angekommen und mache jetzt hier die Gegend unsicher 🙂

    1. Da magst du Recht haben 😉 Das es nicht überall auf Gegenliebe stößt, dachte ich mir schon.
      Ich sehe es einfach als Tool, dass einen motiviert die gewohnten Strecken zu verlassen.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß auf der Schwäbischen Alb. Bestimmt eine schöne Strecke.

  6. Hallo Katrin,
    bei mir fing es an mit „Laufen oder aufhören zu essen“ 😉 Tja, dann kamen die ersten 5 und 10 km-Stadtläufe. Inzwischen habe ich gemerkt – lieber langsam und ausdauernd durch die Landschaft traben, als irgendwo kurz und schnell Stadtpflaster zu treten … Als Berglauf kann ich noch den Aletsch-Gletscherlauf empfehlen, Halbmarathon immer Ende Juni mit ordentlich Höhenmetern und Wahnsinnsaussichten.
    Und Tiergartenlauf in Nürnberg – mit den Steigungen hoch zur Waldschänke wäre er doch ideal! Sollten wir mal der Stadt vorschlagen …
    Viele Grüße von den Exil-Hessen

    1. Liebe Exil Hessin, ich finde (und das meine ich wirklich ernst) wir sollten das wirklich mal vorschlagen. Das wäre ein wunderbarer Lauf. Vielleicht sollten wir das mal ins Auge fassen. Was meinst du 🙂
      Liebe Grüße

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