Die Vernunft.


Die Vernunft und ich, das ist so eine Sache.
Wie habe ich letztens gelesen: Vernünftig ist wie tot, nur vorher.
Und so habe ich mit der Vernunft eben so meine Problemchen.
Vernünftig sein kann ich nicht. Konnte ich noch nie.


In den Phasen, in denen mein Training gut läuft, kenne ich kein Maß.
Dann am liebsten immer mehr.
Es fällt mir dann schwer langsam, oder kurz zu laufen.
So habe ich Mitte Januar einfach mal eben 14 Kilometer im eisigen Taunus runtergrissen, obwohl ich seit dem Halbmarathon nicht mehr weiter als 10km am Stück gelaufen bin. Ich musste mir eben kurz bewusst machen, dass ich das noch kann.

Ganz zu schweigen davon, wenn ich nach Geschwindigkeit, oder Herzfrequenz laufen soll. So gut wie unmöglich ohne Pacemaker.
Aber was muss, das muss. Und so sind die nächsten Wochen noch geprägt von
geringem Tempo und vielen Grundlageneinheiten auf der Rolle.

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Jedenfalls bis März, denn dann startet der Trainingsplan für den Basetrail. Und der wird knackig.
Und mit knackig meine ich knackig. Also so richtig, richtig knackig.
So knackig, das ich lieber nicht drüber nachdenken möchte.

Vor allem aber muss viel Kraft und Stabi. Die Höhenmeter rufen nämlich nach starken Beinchen.

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Letzte Woche habe ich mich wieder einmal an den Geräten ausgetobt und mich dabei an den vorletzten Winter erinnert.
Als ich meine Krafteinheiten noch in einem Studio, mit einem Trainer absolvierte. Wohl die einzige Zeit, in der ich konstant und regelmäßig Krafttraining gemacht habe.
Ich muss tatsächlich zugeben, dass es mir ein wenig fehlt. Die Einheiten im Studio haben mir wirklich immer Spaß gemacht. Viel mehr, als zu Hause stumpf rumzustabilisieren.
Aber wenigstens gibt es auch zu Hause nach dem Training einen Shake. Nicht das ich ihn je gemocht hätte, aber er hilft mir meine Hungerattacken nach dem Training im Zaum zu halten.

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Es bleibt also keine Wahl. Wenn ich nicht wieder flach liegen will, mit irgendwelchen körperlichen Gebrechen, dann muss das jetzt einfach sein.
Dann ist Training nach Plan ein Muss. Mit Training „Frei Schnauze“ sind die vorhaben dieses Jahr nicht zu bewältigen.
Und da ich ein Planmensch bin, kommt mir das sehr gelegen.
Dem Spendenlauf sicher auch, denn so werden viele, viele Trainingskilometer zusammen.
Apropos Spendenlauf:
Der Januar lief durch die doch sehr warmen Tage ganz gut. Die Laufkilometer waren noch im Rahmen, sodass ich die Spendensumme für den Januar auf 10 Cent pro Kilometer angehoben habe.
Ich bin gespannt auf den ersten Probedruck des Trikots, das ich in Auftrag gegeben habe.

Wie läuft es bei euch? Training eher nach Plan? Oder wird einfach vor sich hintrainiert?

In diesem Sinne: Sport frei!

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12 Antworten zu “Die Vernunft.

  1. Im Urlaub und wenn kein wichtiger Wettkampf ansteht, dann „Training nach Spaß und Laune“ = meist zu viel.
    Ab 5 Wochen vor einem relevanten Wettkampf versuchen wir uns schon an den Trainingsplan zu halten 😉

  2. Nach viel herumprobieren trainiere ich jetzt sein Juni 2014 nach dem Laufplan von Greif, weil ich mit Plänen die nur dem Einsatz bei einem WK dienten nicht zurecht kam. Zu endlich, zu spezifisch.
    Inzwischen habe ich meine Denkweise geändert und ich hab einen Jahresplan. Jeden Monat kommt die Mail und mit 4 Lauftagen (inkl. 1 REKO) gibt es immer genug Luft zum jonglieren. Normalerweise kombiniere ich da 1-4 Radeinheiten dazu, aktuell gibt mir der Plan für die MSR300 das vor. Vom Radplan suche ich mir die spezifischen Einheiten heraus und versuche so viel wie möglich unter zu bringen, ansonsten gucke ich welche Laufeinheit die Radeinheit ersetzen kann.

    So strukturiert habe ich bisher noch nie trainiert – allerdings erlaube ich mir auch Freiheiten. Vor allem bestimmte Einheiten einfach mal auszusetzen oder das Tempo etwas anzupassen, wenn das Leben mal zu stressig ist. Da ich aber doch recht ehrgeizig bin, kann ich mich drauf verlassen, dass der Schweinehund den Plan nicht zu sehr versaut. Hat ja auch geklappt – mein Plan hatte eine HM Zielzeit von 1:39:59 und ich war fast 1,5 Minuten schneller. Also selbst 80% Planeinhalten ist besser als 100% planlos trainieren 🙂

  3. Bei mir gibt es nicht wirklich Training. Laufe glaube ich mehr Kilometer im Wettkampf als im Training. Aber ich will mich auch an keine Pläne halten müssen, denn mein Motto ist einfach nur: Run Happy!

  4. Das mit der Vernunft musste ich letztens auch mit mir ausdiskutieren…
    Schöner Artikel.

  5. Naja, wenn man muss, dann muss man eben manchmal einfach ganz schnell, einfach ganz langsam, einfach ganz lang laufen. Hin und wieder mache ich auch genau das, was mein Körper gerne in diesem Moment mag. Kurz vor einem Wettkampf erlaube ich mir solch Späße aber nicht. Da habe ich zu sehr Angst, dass etwas schief geht und ich dann vielleicht nicht am WK teilnehmen kann. Da siegt die Vernunft. Ich trainiere, wie du sicher weißt, schon seit Jahren mit MyGoal und gerade in der Off-Season sind auch mal lustige andere Alternativen enthalten.

  6. Trainingspläne sind für mich der absolute Horror. Ja, das trifft es doch ziemlich genau…Mir persönlich vergeht völlig die Lust am Sport, wenn ich z. Bsp. an Tag X Training Y machen soll lt Plan, obwohl mir eigentlich lieber nach Aktivität Z wäre.
    Natürlich habe ich eine Grundstruktur, nach der ich meine sportlichen Aktivitäten betreibe. Glücklicherweise habe ich genau an den allen unterschiedlichen Laufeinheiten Spaß daran, um Ultratrails erleben zu können. Beim „Training“ (besser gesagt das Ausleben meiner Leidenschaft) horche ich tief in mich hinein, um mich nicht zu überfordern. Im Laufe der Jahre hat sich diese Methode für mich als am geeignetsten heraus gestellt und ich kann mittlerweile gut einschätzen, was geht und was nicht. Ich brauche diese Freiheit und der Spaß am Tun steht sowieso an aller erster Stelle. Allerdings kann ich mit PersonalBest eh nix anfangen ( beim Ultra-Trailrunning macht das eh keinen Sinn) 😉 . Ich denke, es kommt auch immer darauf an, was man selbst anstrebt.

  7. Hallo Kati. Ich habe bis November mit MyGoal sehr effektiv und geplant trainiert. Da ich mir in 2015 keine größeren Ziele oder Zeiten gesetzt habe versuche ich es mit einer Kombination aus Steffny, Greif und der Erfahrung der letzten beiden Jahren. Traininsplan bis Ende April steht schonmal… Dir viel Erfolg! Vielleicht sieht man sich beim ZUT.

  8. Ich trainiere quasi von Woche zu Woche, Plan nach Gefühl oder wie auch immer man das nennen mag. Die einzelnen Trainings ziehe ich mir aus einem Grundstock (Intervalle, Longrun, Dauerlauf, Tempolauf) und verteile das einfach auf 5-6x die Woche. Der Regenerationstag ist meistens ein Dienstag oder Donnerstag, der Longrun am Wochenende und schon bleiben nicht mehr so viele Tage um den Rest zu verteilen 🙂 Distanzmäßig habe ich schon immer einen genauen Plan, aber manchmal läuft es auch besser (länger) oder schlechter (kürzer). Manchmal ist es gut sich durchzubeißen, manchmal ist es kontraproduktiv. Ich muss auch eher aufpassen nicht zu viel von mir selbst zu verlangen, aber ich glaube im Moment bin ich wieder eher in der Balance als noch vor einem halben Jahr.

    LG, Jamie

  9. Ich kann Pläne eigentlich überhaupt nicht leiden, aber habe auch das Problem von ‚ich kann gar nicht genug bekommen, frei nach dem Motto:wenns läuft, dann läufts;-)‘ und deshalb beschlossen, mich zur Abwechslung mal einem sinnvollen Plan mit unterschiedl. Trainingsreizen und Pausen, hinzugeben 😀

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