Die Leiden des jungen Läufers


Eine Materialschlacht der etwas anderen Art.
Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ich einen Großteil meiner Zeit mit Pendeln verbringe.
Unter der Woche in Frankfurt, am Wochenende in Nürnberg.
Und dabei fällt mir immer wieder auf, dass es mich gewaltig nervt.
Jedenfalls was den Sport angeht.

So startet jeder Donnerstag mit dem gleichen Spiel: Sportklamottenroulette. Wo liegt was, was habe ich wann, an welchem Ort zum letzten Mal gesehen.
Liegt das in Frankfurt, oder in Nürnberg. Ist es überhaupt gewaschen.
Welche Reisetasche nehme ich mit. Wo liegt überhaupt mein Brustgurt. Brauche ich den, oder reicht mir die TomTom. Die muss ich ja dann auch noch einpacken.
Ganz zu schweigen von den Ladekabeln und dem Laptop oder Ipad.

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Welche Strecke will ich am Wochenende laufen und welche Schuhe brauche ich eigentlich dazu?
Geht das vielleicht auch in den Schuhen, die ich sowieso in Nürnberg stehen habe, oder nehme ich besser noch ein Paar mit.
Warum ist die Tasche eigentlich schon wieder so voll.
Wo ist eigentlich genau diese eine lange Laufhose.
Ruck zuck ist die Waschmaschine wieder voll und man muss zusehen, dass man noch irgendwie alles gewaschen kriegt. Und trocken und eingepackt.

Zum Glück ist noch Winter. Dann hab ich das Problem mit dem Fahrrädern nicht.


Welches Radl steht wo. Lasse ich die Zeitmaschine im Taunus, oder doch lieber das Mountainbike.
Was lässt sich unter der Woche am leichtesten trainieren, was macht am meisten Sinn.

So zieht Woche für Woche ins Land und ich trete doch irgendwann wieder den Rückzug an, weil mir vor der Schwimmhalle auffällt, das der Badeanzug leise weinend in irgendeiner Tasche an irgendeinem Ort liegt, an dem ich nun ausgerechnet gerade nicht bin.

Als pendelnder Sportler bekommt Planung eine ganz neue Dimension.
Am liebsten hätte ich alles doppelt, damit ich nicht ständig überlegen muss, was ich wann brauche.
Von der Schlepperei durch den Zug reden wir erst besser gar nicht.

Ich bin einfach mal gespannt, was mir am Samstag fehlt, denn dann würde ich gern mal wieder über 2 Stunden laufen.

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12 Antworten zu “Die Leiden des jungen Läufers

  1. Solche Probleme kenne ich glücklicherweise nicht. Wobei es doch bestimmt auch interessant ist dann in Dingen laufen gehen zu müssen die man sonst nicht nutzen würde. Oder nicht so häufig 😉

  2. Kommt mir ziemlich bekannt vor 😉 Noch ein knappes Jahr pendeln, dann haben meine Katja und ich es endlich geschafft und dieser Aufwand fällt endlich weg, wir können so unendlich flexibler sein *freu**freu**freu* München mit seinen genialen Trails und Hausbergen und die bayerischen Brezen werden mir sehr fehlen – beides habe ich tief in mein Herz geschlossen…was mir defintiv nicht mehr fehlen wird ist der Freizeitverlust durch die Pendlerei – inkl. packen und auspacken sind das 8h am Wochenende die da drauf gehen. Andererseits komm ich nur im Zug zum lesen und der Tapetenwechsel tut auch gut 😀
    Bei mir geht´s auch schon Donnerstags los – wie wird das Wetter? Was packe ich ein? Zum Glück bin ich recht gut ausgestattet, ein Badeanzug inkl. Schwimmbrille und Badekappe sowie 2 Paar Laufschuhe sind immer in München.
    Mein Bike lasse ich allerdings zu Hause, das ist mir zu stressig das mitzuschleppen 🙂
    Eigentlich schade, das du und ich nicht auf derselben Linie pendeln, oder? Wäre sicherlich witzig 😀

  3. Du hast da sicher die verschärfte Variante, weil bei Dir das WE betroffen ist, aber mir kommt das ähnlich bekannt vor.

    Ich pendle jobbedingt unter der Woche zwischen Bayreuth und Pforzheim. Ich bin stets 2-3 Tage in der Woche in Baden Württemberg und habe jedes mal neben dem Koffer Sportklamotten dabei (teilweise ist die Tasche größer als mein Koffer).
    Tatsächlich habe ich neben Zweit-Ladekabeln auch eine Zweit-Stirnlampe und manche Ausstattungsstücke die meinen Reisesportrucksack nicht mehr verlassen. Aber dennoch, jedesmal an die Uhr, Brustgurt, Brille, Mütze usw. denken ist auch schon schwierig.

    Im Sommer habe ich öfter auch mal mein Rad mit dabei – da habe ich dann schon mehrfach die Trinkflasche nicht mitgehabt. Dennoch muss man sagen, mit dem Ausdauersport geht es ja noch halbwegs. Es passt irgendwie trotzdem ins Auto.

    Und manchmal hat es auch seine Vorteile – bspw. beim laufen plane ich inzwischen so, dass ich manche Einheiten eben eher Zuhause und andere in Pforzheim laufe.

  4. Ach du je! Das ist ja echt Stress pur!
    Ich pendle auch, aber täglich. Das ist dann nicht ganz so schlimm, wenn natürlich der Faktor „Zeit, die auf der Strecke bleibt“ auch nicht ganz so klein ist.
    Aber eine doppelte Triathlonausstattung… da muss der Blog schon SEHR gut laufen… 🙂

  5. Hihi… Das kommt mir doch sehr bekannt vor! Wir pendeln zwischen München und Bayrischzell. Jobbedingt ist das nur mit Auto zu machen. Deshalb karren wir einfach unser gesamtes Equipment immer hin und her und haben einen VW Caddy-Zweisitzer 😊. Im Moment liegen dort vier Paar Tourenski plus Skistiefel, Stöcke und Helm, ein Paar Langlaufski (und was dazu gehört) ein Paar Laufschuhe (immer!) und eine Yogamatte. Im Sommer kommen die Ski raus, zwei MTBs, ein SUP-Board und die Kletterausrüstung rein. Gefährlich ist das Frühjahr. Da gibts ja auch schöne Skitouren, die mit dem Radl erreicht werden wollen. Dann wirds eng 🙂 Der Wert des ganzen Zeugs übersteigt glaube ich den Fahrzeugwert.
    Oh… Ganz vergessen: immer im Auto sind zwei Schlafsäcke und ein kleines Zelt. Nachher ists irgendwo schön oder es soll einen tollen Sonnenuntergang geben oder eine klare Vollmondnacht. Allzeit bereit.

    Liebe Grüße und viel Geduld mit der Bahn!

  6. Also Sachen packen, sei es nur für einen Tagestrip: Horror. Die Taschen zu klein, die Sachen zu viel… Jedes Mal ein Grauen und ich kann doch wirklich auf nichts verzichten, wobei natürlich alles auf das Nötigste eingeschränkt ist. Urlaube mit dem Rad. Steht bald an und ich möchte gar nicht drüber nachdenken. Schnappatmung.

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