Auf die Bretter, fertig, los.


Warum ich das Langlaufen sofort ins Herz geschlossen habe.
Im TV flimmert gerade Skiathlon. Langlauf. Klassisch und dieses neumodische Skating.
Mittlerweile kann ich sogar wieder einigermaßen sitzen und muss nicht mehr den ganzen Tag liegen. (Ich kämpfe wacker gegen die Grippe und so langsam sollte es meiner Meinung nach Bergauf gehen)
Wer sitzen kann, kann auch tippen.
Grund genug, euch so langsam mal von dem ersten Langlaufabenteuer seit 20 (in Worten ZWANZIG) Jahren zu berichten.

Schließlich ist es ja fast schon wieder 3 Wochen her. Aber von vorn.
Als Thüringer Mädchen habe ich natürlich schon einmal auf Ski gestanden. Ich erinnere mich noch ganz genau. Mein Opa hatte sie mir gekauft. Rot/weiße Abfahrtski, mit denen ich die kleinen Hügelchen hinuntergesaust bin. Wenn es zu schnell wurde, hat man sich eben auf seine 4 Buchstaben fallen lassen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie viel Ärger es gab, als ich eines schönen Morgens aus dem Haus kam und feststellte, dass der Hund die Skispitzen abgekaut hat. Weil ich sie einfach unachtsam in den Hof gelegt hatte.
Was soll ich sagen…..zu dem Zeitpunkt waren die Ski einen Tag alt.
Hab ich eben ohne Spitzen das Werratal unsicher gemacht 🙂

Lag, lang ists her. Die Lust aufs Langlaufen war groß. Mein Respekt auch. Lenggries war gut vorbereitet, nur ich wars plötzlich nicht mehr.
Fast hätte ich kurz vorher gekniffen. Die Blamage wollte ich mir dann aber irgendwie doch ersparen.
André hat dann auch die richtigen Worte gefunden und so gings zum Skiverleih.
Wenig später stand ich dann auch schon in der Loipe.
Und was soll ich sagen, Ski fahren scheint wie Fahrrad fahren. Einmal gelernt, erinnert man sich scheinbar ein ganzes Leben lang.
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Da wir nur 2 Tage in Lenggries hatten, wollte jede freie Minute genutzt werden. Und so ging es los in die kleinen Probeloipen. 7 km lang haben wir unsere Runden gedreht.
Nicht mal die 4 Buchstaben musste ich zum Bremsen benutzen, das ging mit dem Schneepflug ganz gut.
Alles funktionierte erstaunlicherweise relativ gut und ich habe mich postwendend verliebt. In die Ski, in die Bewegung, in die Winterlandschaft, in die Hügel(chen) die man hinuntersausen kann.

An Tag 2 wartete die 14km lange Loipe. Klassisch versteht sich. Für Anfänger.

Soweit die Füße tragen. Und sie trugen. 2km weit. Dort wartete eine kleine Traube Menschen.
Ich ahnte böses, nachdem ich vorher schon zahlreiche Poabdrücke mitten in der Loipe gesehen hatte.
Und so standen wir wenige Augenblicke später zu fünft vor einem kleinen Abhang. Der eine blickte den anderen betreten an. Ein einsamer Langläufer stand unten. Hinterlassen hatte er (tadaaaaaa) zahlreiche Poabdrücke.
Spannend, wie viele Menschen doch noch das Buchstabenbremssystem nutzen 😉
Mir war das irgendwie zu heikel. André auch. So wurden die Skier fix abgeschnallt, nach unten getragen, angeschnallt und weiter gings.
Nach ungefähr 3km wusste ich dann auch, warum das so ein prima Wintersport für Läufer ist. Die Beinchen zogen schon gewaltig.
Ganz zu schweigen von der Blase, die mir an Tag 1 noch nicht aufgefallen war, was André sehr gewundert hat. Wahrscheinlich könnte ich mir die Ferse abschmirgeln und es würde mir nicht auffallen.
Aber sind wir ganz ehrlich, das sind jetzt nicht die schlechtesten Vorraussetzungen für Läufer.

Irgendwann musste diese Geschichte mit dem Skating aber noch getestet werden. Die Vermutung das mir das mehr Spaß macht, war auch gar nicht so verkehrt, mit einem reinen Klassikski/-shuh aber gar nicht so einfach.

Gerade als ich triumphierend mit einem lauten „HAHA“ den Arm nach oben gerissen habe, um meine Umwelt darauf aufmerksam zu machen, wie wundervoll ich das kann, muss mir irgendjemand ganz gehässig den Ski weggekickt haben.
(In Großmauligkeit war ich ja noch nie wirklich zu überbieten)
Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich mich plötzlich mit tausenden Drehungen im Schnee liegen wieder fand.

Was haben wir gelacht. Würde ich Biathlon betreiben, könnte ich mich schon perfekt an den Schießstand legen. Den Rest übe ich einfach noch. Nächsten Winter. Mit eigenen Skatingski 😀

Bewegtbild gibt’s hier.

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5 Antworten zu “Auf die Bretter, fertig, los.

  1. Hach ja. Langlauf könnte ich mir auch noch vorstellen. So lässt es sich doch mit dem Winter aushalten und ihn genießen.

    Frechheit. Also wenn ich den erwische! Aber Glück gehabt, sonst hättet ihr einen großen Lacher nicht erlebt.

    • Du solltest es dringend versuchen. Also wenn ich etwas uneingeschränkt empfehlen kann, dann das!
      Winter ist so definitiv eine echt tolle Sache.
      Und der Ausrutscher war wirklich, wirklich witzig 😀
      Man muss ja auch immer über sich selbst lachen können.

  2. Ach Langlauf ist großartig und ist super für die Benkraft. Aber jetzt ist mal gut mit Winter, ja?!

  3. Wer skaten kann, kann auch alpin! 😉
    #einfachlaufenlassen

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