Eine Dosis Radeln bitte – Rund um die Nürnberger Altstadt


Ich und das Radfahren.
Mittlerweile denke ich wirklich schmunzelnd an meine erste Ausfahrt mit der Zeitmaschine und den Klickpedalen zurück 🙂
Wie ich wackelnd, zitternd die ersten Meter vor mich hingerollt bin.
Das erste Umkippen. Im Kraichgau. Ich weiss es, als wäre es gestern gewesen. Links ausgelickt, nach rechts gefallen.

Diese Saison steht das Laufen im Vordergrund.
Immer wieder fällt mir auf:
Scheinbar habe ich mich nicht ohne Grund für Triathlon entschieden.
Eine Kombination aus 3 Sportarten, die mir wirklich (ok, schwimmen steht jetzt an letzter Stelle) Spaß machen.
Und ab und an ergibt sich dadurch ein regelrechtes Radldefizit.
So wie in den letzten Wochen.
Und es war dringend an der Zeit das zu ändern.
Und wo geht das besser, als bei einem Radrennen?

Rund um die Nürnberger Altstadt stand auf dem Plan. Noch dazu mit einem bekannten Gesicht im Starterfeld.
Daniel wollte bei den 70 Kilometern an den Start gehen.
So zogen wir mit der Kamera bewaffnet los.
Mir reicht so ein Radrennen ja aus der Perspektive des Zuschauers. André hingehen grübelt schon, ob er im nächsten Jahr nicht auch starten soll.
Mir ist da einfach zu viel los. Zu viele Menschen, zu viele Räder, zu nah aneinander.
Zu hohes Tempo.
Da muss man schon Nerven für haben und immer 100% konzentriert sein, um da einigermaßen gelassen sein Rennen zu fahren.
14 Runden lang. Alternativ auch weniger, wenn man die 35 Kilometer wählt.
Wer wissen will was ich meine, darf sich gern Daniels Sicht in Bewegtbild anschauen.

Als die Jungs und Mädels an uns vorbeikamen, habe ich mir zum ersten Mal die Augen zugehalten.
Alle mit entsprechender Geschwindigkeit bergab und die Spitze des Feldes bremst. Es quietscht, es schreit und schimpft und ich musste, obwohl ich alles nur beobachtete, meinen Adrenalinpegel erst einmal wieder in den Griff kriegen. Alle waren heil geblieben, keiner war gestürzt.
Gott sei Dank.
Und so ging es weiter. Runde um Runde.

Zwischenzeitlich war ich wahrscheinlich mehr durch den Wind, als alle Fahrer zusammen.
Ich habe mehr als einmal die Luft angehalten, oder bin zusammengezuckt.

Als die Fahrer so langsam im Ziel eingetrudelten, lies meine Anspannung auch nach.
Alles gut gegangen. Denkste.
Offensichtlich lies nicht nur meine Anspannung nach, sondern die eines Fahrers auch.
Er krachte in einen Fahrer, der noch im Rennen war und an ihm vorbeiziehen wollte.
Gott sei Dank waren die Sanitäter samt Krankenwagen und Notarzt schnell vor Ort. Der arme Kerl auf dem Boden regte sich nämlich nicht mehr. Das Rennen war für ihn vorbei.
Schockmoment. Und ein weiteres Zeichen für mich, dass ich bei Radrennen nichts verloren habe.

Mein Radhimmel sieht anders aus. Aber dazu später mehr.
Daniel war mittlerweile auch im Ziel eingetrudelt. CFMzmGeWIAAH5HP
Zeit für einen kurzen Plausch und dann ging es für uns schon weiter in Richtung Eliterennen.
Die letzte Etappe der Bayernrundfahrt, die traditionell mit 10 Runden rund um die Nürnberger Altstadt endet.Dazu bleibt nicht viel zu sagen. Ich habe Bauklötze gestaunt. Wie die Jungs unterwegs sind.
In welchem Tempo.
Wie hoch das eigentlich ist, merkt man erst, wenn die Materialwagen an einem vorbei fahren.

Es war ein tolles Rennen und eine tolle Möglichkeit der Radlsucht gerecht zu werden.
Denn es gibt fast kein schöneres Geräusch als das, vorbeifahrender Rennräder. Gern auch mit Carbonlaufrädern. Es klingt toll und es sieht toll aus. Schon immer.

Mein persönlicher Radlhimmel ist allerdings ein anderer.
Ich fahre gern. Mountainbike und Rennrad/Zeitfahrrad.
Nicht zwangsläufig schnell.
In den Trainingsausfahrten war ich immer gern in der Cappuccino-Gruppe. Gemächlich bei 23-25km/h.
Immer der Nase nach. Egal ob auf der Strasse, oder im Wald.
Nicht so gern bergauf, dafür umso lieber und schneller bergab.
Gern mit einer kleinen Pause unterwegs. Für ein Eis. Oder ein Stück Kuchen.
Heute durfte ich auch wieder aufs Rad. Hat der Trainingsplan erlaubt.
2 Stunden, ganz locker. Und so ging es locker quer durch den hügeligen Taunus.
Ganz entspannt.

Der Radakku ist also definitiv wieder aufgeladen.
Das Defizit vorerst beseitigt.
Schauen wir mal, wie lange es hält.

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2 Gedanken zu “Eine Dosis Radeln bitte – Rund um die Nürnberger Altstadt

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