Produkttest: X-Bionic Effektorset


Vor einiger Zeit gab es in der Ispo Community die Möglichkeit sich bei X-Bionic als Produkttester für das neue Effektorset (Running) zu bewerben.
Die Freude war groß, als mich die Mail eintraf, dass ich unter den 100 Tester sei.
Also ratz fatz das Set bestellt.
Zu einem Vorzugspreis, der sehr moderat war.
Und genauso schnell wie die Bestellung abgeschickt war, war das Set schon auf meinem Schreibtisch.

Set

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was ist das Effektorset überhaupt und was kann es.
Kurz und Einfach gesagt: Aus Schweiß mach Energie und kombiniere es mit Kompression.
Und nun ja, was soll ich sagen. Klingt total einfach, man fühlt sich wie Superman und sieht ein wenig auch so aus, aber so einfach ist es dann doch nicht.
Das Set verfügt über die 3D-BionicSphere® Technologie an Brust und Rücken.
Hier wird der Schweiß (im Gegensatz zu normalen Sportklamotten) nicht aufgesaugt und die Schweißproduktion so angeregt, nein, hier bleibt ein feiner Film auf der Haut, der dich entsprechend kühlt. Der überschüssige Schweiss wird entsprechend abtransportiert.
Bei Kälte isoliert es dich so, dass du nicht frierst.

Socken, Hose und Shirt verfügen gleichzeitig noch über partielle Kompression auf die manch einer ja schwört.
Ich kann mit Kompressionssocken nicht laufen, da mir meist nach ein paar Kilometern die Beine brennen, sodass ich glaube es nicht mehr aushalten zu können.
Dementsprechend gespannt war ich. Vor allem auf den Kompressionsanteil von Hose und Oberteil.

Der erste Eindruck nach dem Auspacken war sehr positiv. Die Verpackung wirkt sehr hochwertig.
Dann kurze Verwunderung. Es sieht ein wenig so aus, als würde man Kinderklamotten in den Händen halten.
Ob ich da wohl reinpasse.
Aber gar kein Problem. Alles passt.
Die Hose wirkt bei starker Dehnung auch ein wenig durchsichtig am Po, aber auch nur dann, wenn man sie mit den Händen stark auseinander zieht.
Beim Tragen selbst ist sie blickdicht.

Der Test:
Die Testphase war lang und ausgiebig, bei allen möglichen Temperaturen.
Beginnend bei kurzen Läufen in gemäßigter Temperatur, über einen längeren Lauf bei knappen 15 Grad und Nieselregen, bis hin zu einem Ultralauf mit 52 Kilometern bei 35 Grad quer durchs Gebirge.
Alles in allem habe ich das Set einen Monat lang genau unter die Lupe genommen und war laufend eigentlich in keinen anderen Klamotten unterwegs.
Entsprechend oft haben sie natürlich die Waschmaschine gesehen.

Das Set fühlt sich an wie eine 2. Haut. Es liegt eng an, scheuert und kratzt nicht.
Man spürt einen leichten Druck und läuft „gefühlt“ aufrechter bzw. ermüdet nicht so schnell in seiner Laufhaltung.
Während des Laufens an sich hatte ich nie das Gefühl übermäßig zu schwitzen. Selbst in der prallen Sonne, war mir nie so warm, wie in meinen bevorzugten Laufklamotten.
Das Shirt ist nass, wenn man es anfasst. Bei mir besonders am Rücken. Dennoch hat es sich nie nass auf der Haut angefühlt.
Die Körpertemperatur fühlte sich immer gut reguliert an.

Die Hose liegt eng am Oberschenkel und fühlt sich wunderbar an. Der Druck der Kompression ist genau richtig.
Ebenfalls die Socken. Sie verfügen über eine leichte Kompression, sodass ich wunderbar damit laufen kann.
Auch über eine lange Distanz. Nicht zwickt und meine Beine brennen nicht, im Gegensatz zu den Socken von anderen Anbietern.
Während des Ultratrails im Karwendel hatte ich immer wieder kleine Steine im Schuh, die entsprechend scheuerten. An den Socken sind jedoch bislang kaum Abnutzungsspuren zu erkennen.

Fazit:

In den 4 Wochen hat mich das Set wirklich überzeugt.
Ich bin gern damit unterwegs und ich fühle mich darin pudelwohl.
Es sitzt wie angegossen, ist weich, schneidet nicht rein, reibt nicht, scheuert nicht.
Es kühlt/isoliert, wobei sich das jetzt eher darin äußert, dass man nicht übermäßig schwitzt, bzw. friert, wenn es nieselt/regnet bzw. der Wind ein wenig geht.
Auch nach mehrmaligem Waschen sind das Set noch immer gut aus. Kein „Fädenziehen“, keine Abnutzungserscheinungen.
Hätte ich die Wahl, würde ich immer das X-Bionic Set zum Laufen wählen, bevor ich mich für etwas anderes entscheide.

Allerdings funktioniert das Shirt nur in Kombination mit der Hose.
Bei einem Lauf in einer langen Hose rollte sich das Shirt immer wieder nach oben, was auf Dauer ein wenig störte.
Da ich eine leichte Jacke trug, war es aber kein Problem das Shirt in die Hose zu stecken.

Das Design ist Geschmackssache. Die Hose wirkt auf den Ein oder Anderen vielleicht eher wie eine Unterhose und ist so vielleicht gewöhnungsbedürftig.
Man fällt damit aber auf jeden Fall auf.

Der Preis wird so manchen vielleicht abschrecken, wenn man Produkte von X-Bionic nicht kennt.
Dieser liegt für das komplette Set bei ca. 250 Euro, was nicht günstig ist und so manchen wohl lange über die Anschaffung nachdenken lässt.

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5 Antworten zu “Produkttest: X-Bionic Effektorset

  1. Super! Vielen Dank für den Bericht! 😉

  2. Finde die Teile von X-Bionic auch super.
    Stimmt, Preis und Aussehen sind gewöhnungsbedürftig, aber die DInger können echt was; auch wenn sicher ein wenig „Placebo“ dabei ist.

  3. Dein Bericht deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich bin überzeugter X-Bionic-Träger. Gerade bei heißen Temperaturen sind die Shirts unschlagbar. Die Probleme, dass sich das Shirt aufrollt habe ich nicht. Dafür kann ich bestätigen, dass die Hose wirklich wie eine Unterhose aussieht :-).
    Daneben ist der Preis leider wirklich sehr hoch.

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