12 Wochen Freeletics


Ich bin euch das Ergebnis meines Langzeittests noch schuldig.
Auch dieses Mal möchte ich euch nicht mit Übungen langweilen, wann ich wie viel machen musste und warum.
Und bei welchen Übungen ist ist gestorben bin.
Nein, ich möchte euch erzählen, wie ich mich in den 12 Wochen verändert habe.
Los geht´s.

12 harte Wochen liegen hinter mir.
Begonnen habe ich mit 4 Einheiten in der Woche.
Relativ schnell war hier aber klar, dass das nicht funktioniert.
4 Tage Freeletics und 2 Tage laufen ist zu viel für meinen Körper.
Während des Laufens bekam ich kaum einen Fuß vor den anderen.
Die Muskeln und der Körper waren müde, sehr müde.
Was blieb also: Reduzieren der Freeletics Einheiten.
Gedacht-getan. So waren es fortan 3 Einheiten pro Woche und 2x laufen.
Aber auch hier fand ich mich immer öfter so:

Kaputt

Nach spätestens 8 Kilometern war die Luft raus. Die Hüftbeuger wollten die Beine nicht mehr heben, die Bauch und der Rücken einfach keine gerade Haltung einnehmen, die Arme in Laufhaltung zu haben, strengte zusehends an.
Auch jetzt war klar. Funktioniert so nicht.
Mit 2 mal Freeletics pro Woche und 2 mal laufen habe ich dann allerdings doch noch ein passendes Konzept gefunden.
Dienstags und Donnerstags Freeletics, Samstag und Sonntag laufen war für mich die optimale Mischung.
Wie es sich verhält, wenn ich in die gezielte Wettkampfvorbereitung gehe, muss man allerdings sehen.
Denn dann sind 2 Laufeinheiten pro Woche definitiv zu wenig.

Die Übungen selbst mag ich alle. Eigentlich. Denn eine gibts da, wie soll ich sagen….
Burpees.
Auch nach 12 Wochen muss ich mich dabei noch immens quälen. Das wird erstaunlicherweise nichts besser.
Nach 5 Wiederholungen ist der Ofen aus. Ich pumpe wie ein Maikäfer und fange an jede weitere Wiederholung zu hassen.
Sie sind und bleiben einfach eine Übung mit der ich mich nicht anfreunden kann (und vielleicht auch will?)
Wer sich fragt, was eigentlich Burpees sind… Bitteschön

Mit der Zeit verliert man auch den Schrecken vor der Anzahl der Wiederholungen.
Obgleich man sich, während man 150 SitUps macht, schon fragt wo der Sinn in solch hohen Anzahl liegt.
Anfangs wirkt es schon Angsteinflößend wenn als Wiederholungen dreistellig sind.
Aber ehe man sich versieht ist man schon bei der Hälfte und dann auch irgendwie schon fertig.

Witzig zu sehen ist auch, was für eine Anzahl so zusammenkommt. Zum Jahresende gab es eine Zusammenfassung, in der so manche Übung aufgelistet war.

Freeletics

Fazit:
Mit Freeletics habe ich die Art von Kraft-/Stabi-/Athletiktraining gefunden, die mir am meisten Spaß bereitet. (Ich wechsele die Einheiten übrigens immer zwischen Ausdauer/Kraft und nur Kraft, je nachdem wie anstrengend ich die Vorwoche empfand)
Das wird wohl am besten dadurch bewiesen, dass ich in den 12 Wochen nicht eine Einheit habe ausfallen lassen. Ich habe alle durchgezogen, keine geschwänzt, oder nach Ausreden gesucht, warum ich sowieso überhaupt gar nicht trainieren kann.
Gebracht hat es mir fürs Laufen eine Menge.
Die Geschwindigkeit hat sich gesteigert.
Anstiege die ich bislang schnell gehen musste, kann ich nun laufen.
Die Beine schieben mich nun Meter um Meter nach oben.
Meine Haltung während des Laufens hat sich meiner Meinung nach immens verbessert.
Was vorher aussah wie ein nasser Sack hat jetzt sogar was von Dynamik.

Running

Von welchem Bild man sich allerdings verabschieden muss, ist das des Fitnessmodells.
Natürlich hat sich der Körper verändert.
Natürlich bekommt man Muskeln, Partien werden schlanker, andere straffer.
Natürlich gefällt man sich besser.
ABER: Um auszusehen wie die Menschen, die einem immer vom Bildschirm entgegen leuchten, reichen 12 Wochen nicht.
Von sportlich zu durchtrainiertem Athleten reicht es jedenfalls nicht, wenn man 2 Einheiten pro Woche macht.
Vor allem schon nicht, wenn man nicht auf seine Ernährung achtet und sich eben entsprechend zügelt was „ungesunde“ Sachen angeht. Ernährung wäre in diesem Fall eben ein Fakt der beachtet werden müsste, hätte man als Ziel so auszusehen.
Aber aus diesem Grund habe ich damit ja nicht angefangen und deshalb auch nicht ausschlaggebend.

Dennoch werde ich auch in den kommenden Wochen weiter Freeletics machen.
Der Coach wurde vergangene Woche verlängert.
Ich habe Spaß daran und so ist sicher gestellt, dass ich auch in Zukunft die Sparte des Trainings abdecke, die für einen Läufer wichtig ist.

In diesem Sinne: CLAP CLAP

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Veröffentlicht in Test

19 Gedanken zu “12 Wochen Freeletics

  1. Ich hatte mindestens genauso viel Spaß wie du bei deinem Freeletics Experiment. Deine Zusammenfassungen habe ich echt gern gelesen. Vor allem finde ich es toll, dass du daraus auch so viel Positives für dein Lauftraining herausziehen konntest. Super, dass du das so durchgezogen hast. Viel Spaß natürlich auch weiterhin!

  2. Klingt echt gut 🙂
    Ich selber bekomme es im Moment absolut nicht auf die Reihe neben dem Laufen noch Krafttraining zu machen. Bei 5 Einheiten die Woche bliebe mir nur der Samstag, der Mittwoch ist Kindertag. Da geht abends nix. Ich sehe aber ein dass ich da was ändern muss.

      1. Ich weiß, das ist ganz einfach. Einfach machen 🙂 Muss mal meine Planung überarbeiten und schauen wann das am Besten rein passt unter der Woche. Mein Problem ist dass ich eben lieber laufen gehe wenn ich schon Zeit für Sport habe, typisch Läufer eben.

  3. Dann bin ich ja mal gespannt. Ich bin gerade dabei Results von Runtastic zu testen (weil es dabei ist). Aber auch ich hab die Erfahrung gemacht, dass 2-3 mal die Woche maximal drin ist. Irgendwann muss sich der Körper ja mal erholen. Naja – hab noch 10 Wochen vor mir :-).

  4. Puh, da wird Frauchen ja allein vom Lesen (150 Wiederholungen!) und dem Video Burpees gucken fix und fertig! Wir haben jetzt erstmal seit ein paar Wochen mit Hanteltraining für mehr Stabilität im Oberkörper angefangen 😉 Aber auf jeden Fall: Clap Clap 🙂

  5. Hab das letztes Jahr um die Zeit auch gemacht und irgendwann wegen zunehmender Knieschmerzen abgesetzt! Vom Grund her wirklich gut sich zum stabi zu quälen aber bei 150 Blöcken egal was auf Zeit wird es schon nicht mehr gesund! Auf jeden Fall Respekt fürs durchziehen! Clapclap

    1. Der Zeitfaktor verleitet eben schon schlampig zu sein bei der Übungsausführung. Aber das liegt an jedem selbst da entsprechend aufmerksam zu sein und die Zeit mal außer Acht zu lassen.

  6. Krafttraining und etwas anderes für den Körper tun wie laufen sollte eigentlich selbstverständlich sein. Sollte 😉
    Also toll wie du das durchziehst und positive Erfolge verbuchen kannst

      1. Na dass du die Veränderung für dich festgehalten hast. Selber sieht man das ja eh meistens nicht wie sehr man sich verändert hat.

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