Testbericht: Mizuno Wave Catalyst


Als ich anfing zu laufen war ich stets auf der Suche nach neuen Schuhen, die meine Patschefüßchen über den Asphalt tragen,
Darunter auch Mizuno.
Und wenn ich ehrlich bin, ich mochte sie nicht.
Das Fußbett nicht, die Breite des Schuhs nicht. Den Schuh selbst nicht.
Drin laufen konnte ich schon gar nicht.
Seitdem war Mizuno eigentlich Geschichte. Abgeschrieben, weil Patschefuß und Schuh nicht kompatibel.

Auf der Marathonmesse des Frankfurtmarathon im vergangenen Jahr hat es mich an den Stand von Mizuno verschlagen.
Plötzlich Schuh am Fuß und der passt hervorragend und fühlte sich prima an.
Offensichtlich hat sich mein Laufverhalten so geändert, dass wir jetzt zusammenpassen.
Wie das sein kann? Irgendwie entwickelt man sich ja immer weiter.
Der Schuh und ich. Und so zog der Wave Sayonara 3 bei mir ein. Und weil wir uns so mögen, hat er gleich meinen Namen angenommen.
Auf der Messe gab es nämlich die Möglichkeit seinen Vornamen auf den Schuh sticken zu lassen.

Ein wenig verwundert war ich allerdings, als ein paar Tage später eine Mail in meinem Posteingang landete.
Mit der Pressemitteilung/Ankündigung des Wave Catalyst.
Ein leichter Schuh, der in der Kollektion im Frühjahr 2016 erscheint.
Zu Testzwecken würde man mir ein paar zur Verfügung stellen.
Ich war ein wenig hin und hergerissen.
Ich laufe fast nur neutral Schuhe.
Der Wave Catalyst ist zwar nahezu einer, hat allerdings eine leichte Stützfunktion.
Nach reiflicher Überlegung war die Entscheidung gefallen den Test anzutreten.
Nicht zuletzt wartet ja der Berlin-Marathon auf mich und auch dafür brauche ich noch einen Schuh.
Kurze Zeit später erwartete mich ein Päckchen.

Post

Die Fakten:

Mit 230g (in der Damenversion) ein leichter Schuh, der im Sektor Neutral-Überpronation rangiert. Wie bereits gesagt also eine leichte Stützfunktion hat.
Die Sprengung beträgt 10/20mm und er verfügt so über eine recht moderate Dämpfung.
Teil des Schuhs ist ebenfalls die Wave Technology mit einer Zwischensohle, die den „Aufprall“ über den kompletten Fuß verteilen soll.
Des Weiteren verfügt dieses Wunderwerk noch über diverse andere Technologien.
Dynamotion Fit für einen optimalen Bewegungsablauf und Intercool, damit die Füßchen nicht müffeln.
Es klingt fast, als müsste man nur einen Fuß vor den anderen setzen, den Rest regelt der Schuh.
Mizuno selbst ordnet den Schuh als gestütztes Pendant zum Wave Sayonara ein.

Der Test:

Nach dem Auspacken war ich entsprechend neugierig. Der Schuh leuchtet wunderbar in blau und pink.
(die Meisten schauen einem beim Laufen tatsächlich auf die Füße)
Wohin Mizuno allerdings mit den Schnürsenkeln möchte, weiß ich nicht.
Die können gut und gerne ein paar cm kürzer sein.
Sie halten jedoch und lösen sich nicht von allein.
Man muss sie allerdings in der Schnüren verstauen, sonst tritt man drauf oder sie schleifen auf dem Boden.
Es wurde also gleich eine Runde gedreht.
Ein wenig irritierend war allerdings die Lautstärke der Schuhe. Klapp, Klapp, Klapp, Klapp.
Ich empfand meine Schritte selbst als sehr laut.
Allerdings konnte ich nicht final sagen woran es liegt.
Die Außensohle ist zwar aus einem Gummi-Karbon Gemisch, um sie abriebfester zu machen.
Aber ob sie auch die Lautstärke erzeugt…
Vielleicht liegt es auch nur daran, dass es ein neuer Schuh ist den ich noch nicht kenne.

Vom Tragekomfort gibt es rein gar nichts auszusetzen.
Es ist wieder ein wenig, als hätte man ein Sofa am Fuß.
Der Schuh macht Spaß und ist bequem.
Der Fuß hat ausreichend Platz. Es drückt nichts, es zwickt nichts.
Die Ferse sitzt fest im Schuh.
Der Fuß wird gut gestützt.

Bei den weiteren Läufen legte sich auch die Lautstärke.
Auch hier kann ich nicht final sagen, woran es liegt.
Ob subjektives Empfinden, oder etwas anderes.
Meine Schritte kommen mir jedenfalls selbst nicht mehr so laut vor.

Fazit:

Ein Schuh der die Asphalttrampelei (man entschuldige den Ausdruck. Wir Trailläufer sind Asphalt nicht mehr so gewohnt 🙂 ) wirklich angenehm macht.
Zukünftig wird er mein Trainingspartner für den Frankfurter Halbmarathon, als auch für den Berlin-Marathon.
Und zwar immer dann, wenn die langen Einheiten anstehen und es etwas „bequemer“ werden soll.

Fazit

*Den Schuh bekam ich von Mizuno zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.
Mir wurde ebenfalls freigestellt, einen Testbericht zu verfassen.
Der Text spiegelt ausschließlich meine eigenen Eindruck und meine eigene Meinung wieder.

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9 Antworten zu “Testbericht: Mizuno Wave Catalyst

  1. Huhu Katrin,
    sehr interessant dass du die lauten Laufgeräusche erwähnst. Die sind mir beim Sayonara auch schon aufgefallen und ich habe sie mal dem Wave Element bzw der kleinen Tunnel an der Fersenkonstrukion zu geordnet.
    Ich habe jetzt schon den zweiten Lauf in meinen Sayonara hinter mir und nach insgesamt um die 30 km muss ich sagen dass der Schuh für mich persönlich noch ein wenig „wirken“ muss. Keine Liebe auf den ersten Schritt, aber halt auch kein schlechter Schuh. Auf jeden Fall ein Schuh der sich interessant macht und nicht gleich gefallen will wie mir scheint 🙂

    • Kurioserweise hab ich den Eindruck beim Sayonara nicht. Ich lauf den ja auch. Ist mir erst beim Catalyst aufgefallen.
      Liebe auf den ersten Schritt wars bei mir auch nicht ganz. Aber er macht sich. Und tut mir auf Asphalt ganz gut.
      Aber Liebe auf den ersten Schritt hatte ich bislang auch erst bei einem einzigen Schuh.
      Bin gespannt wie sich dein Urteil entwickelt.

  2. Er erinnert mich etwas an den Wave Rider, den ich vergangenes Jahr abgelaufen bin. Meist war ich damit auf längeren Strecken unterwegs. Ich war damit super zufrieden, aber Geräusche hat der auch hin und wieder gemacht. Allerdings nur, wenn es eisig kalt draußen war. Die Sohle schien dann irgendwie etwas starr zu werden und das hörte man dann mit einem Tippeln.

  3. Mizuno-Schuhe finde ich auch ziemlich bequem. Aber kommt eben echt auf den Fuß an. Mit einem anderen großen Hersteller komme ich z.B. garnicht zu recht. Nur finde ich bisher bei Mizuno kein Modell dass mir 100% für schnelle Läufe auf Asphalt zusagt und meinen Fuß liebkost 😉

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