Out of office


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Mit freundlichen Grüßen
Die Motivation

Wer von uns kennt das nicht.
Das Motivationstief.
Allerdings muss man unterscheiden.
Zwischen den Tagen an denen sie dich nur versucht zu Veräppeln.
Das sind die Tage an denen du vielleicht durchhängst und nicht trainierst.
Dein schlechtes Gewissen am nächsten Tag allerdings so groß ist, dass du es gar nicht abwarten kannst, bis das Training endlich losgeht.
Da taucht das kleine Biest hinter irgendeiner Ecke auf und ihr zieht fröhlich lachend gemeinsam los.

Und dann, dann gibts die wirklich hartnäckigen Dinge.
Woran du merkst, dass es ernst ist und keine Eintagsfliege?
Ganz einfach. Meistens bist du müde.
Auch das Wochenende reicht dir nicht, um dich zu erholen.
Die Trainingseinheiten stellen irgendwie Hindernis dar und du fragst dich morgens schon, wie du das bloß schaffen sollst.
Dein Schweinehund braucht dann nicht mal viel Überredungskunst.
Eigentlich reicht es schon, wenn er kurz auftaucht.
Ich denke dann gern an meine guten Zeiten und relativ schnell hab ich mir selbst eingeredet, dass so ein wenig Trainingsausfall gar nichts macht.
Gaaaaaar nichts.
Das du im nächsten Wettkampf fluchen wirst, ist dir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst, vielleicht auch egal.
Denn ganz heimlich hast du schon darüber nachgedacht einfach alles an den Nagel zu hängen und das mit dem Sport einfach sein zu lassen.

Bester Laune

So geht es mir seit einer Woche.
Nein, eigentlich seit über einer Woche.
Das letzte Mal bin ich gelaufen: Keine Ahnung.
Das letzte Mal bin ich wie weit gelaufen: Keine Ahnung.
Das letzte Mal Freeletics: Keine Ahnung:

Meine momentane Meisterdisziplin heißt Chips essen. In den letzten 9 Tagen habe ich mehr Chips gegessen als die vergangenen 20 Jahre meines Lebens.
Ich gehe arbeiten, komme nach Hause und esse Chips.
Heute wäre eigentlich mein Halbmarathon Trainingsplan gestartet.
Da habe ich erst einmal großzügig einen Trainingstag gegen einen Ruhetag getauscht.
Obwohl nur 45 Minuten auf dem Plan standen.

Statt mit Chips essen hätte man die vergangenen Tage wohl auch damit verbringen können eine Lösung für das Problem zu suchen.
Lösungsmöglichkeiten und Herangehensweisen gibt es viele.
Gefühlt gibt es im Netz Milliarden schlaue Kommentare, Ratschläge usw.
Ich werde nichts davon lesen.
Vor allem aber werde ich nicht in Panik verfallen.
Solche Dinge muss man aussitzen. Und nicht zuletzt sind solche Phasen wichtig und ein Zeichen des Körpers, dass er vielleicht gern eine Pause hätte. Und das vielleicht nicht nur einen Tag lang.

Wir sind Läufer, Triathleten, Sportler.
Die Lust kehrt von ganz allein zurück.
Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen oder übermorgen sicherlich.
Wenn man sich zwingt, macht man es vielleicht nur schlimmer.
Irgendwann werde ich morgens aufwachen und wieder Lust haben die Schuhe zu schnüren und die Nase in den Wind zu halten.

Und eigentlich gilt wie immer und in allen Bereichen des Lebens:
„Ich habe so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe.“

Was macht ihr, wenn ihr in einer solchen Situation steckt? Zwingt ihr euch?
Sitzt ihr es aus? Bemitleidet ihr euch selbst?
Ich bin gespannt, was da so an Antworten in den Kommentaren landet.

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43 Antworten zu “Out of office

  1. Also ich fange morgen wieder mit dem Training an! 😉

  2. Oh weh Katrin,

    hast du vor deiner Unlust mehr als sonst trainiert? Geht’s dir gesundheitlich gut?

    Ich kann deine Situation gut nachempfinden. Es ist eine festgefahrene Situation mit einem blöden Kreislauf, aus dem man ausbrechen muss. MACHEN heißt die Devise, in den ersten Tagen extrem schwer. Dann aber mit der ersten Motivation nachsetzen.

    Du solltest aber aufgrund deiner Beschreibungen auch deinen Eisenspiegel, Schildrüse und Co abklären lassen. Vitamin D3 ebenso.

    Ich drucke die Daumen, dass es bald bergauf geht!

    • Hallo Daniel, lieben Dank. Du liegst nicht so falsch. Ich habe eine Schildrüsenunterfunktion, die Schubweise abläuft. Ich nehme zwar Medikamente, aber in starken Schubphasen wirds trotzdem haarig. Vielleicht seh ichs deshalb gelassener.
      Es ist also nicht ungewohnt für mich. Wenn ich mich aufgerafft hab, läufts wieder.

  3. Klasse Beitrag! Ich mag deine schonungslose Ehrlichkeit… Eine richtige Kriese hat much noch nie erreicht, meist war die Motivation nach 2-3 Tagen wieder da.
    Trotzdem glaube ich, dass du den Hebel richtig ansetzt und dir Zeit gibst, dich nicht stresst und tust worauf du Lust hast! Alles Liebe, Ana

  4. Das Nichtstun muss man konzentriert und konsequent durchziehen und darf sich dabei auf keinen Fall stören lassen. Sonst muss man morgen noch mal ran!

    Die Motivation kommt wieder, irgendwann, wenn das Wetter besser ist oder überhaupt!

  5. Hey! Genau darüber habe ich gestern einen Blogpost geschrieben. Mach Dir klar, was Dein WARUM, Dein Ziel ist, WARUM Du trainierst und die Motivation wird umgehend wieder bei Dir einziehen! 😉 LG Mimi

  6. Ich denke auch: das einzige was hilft ist MACHEN. Verabrede dich mit anderen zum Laufen, dann kannst du dich nicht spontan für einen Ruhetag entscheiden. Das ist immer ein gutes Mittel. Ansonsten: es ist normal, dass man mal keine Lust hat. Mal hat man länger keine Lust. Und bei Übertraining, bzw. wenn dem Körper etwas fehlt, dann ist man permanent müde und kann sich so gar nicht richtig aufraffen. Wie man dass dann am besten angeht? Ich weiß es leider, bzw. zum Glück nicht, denn an diesem Punkt war ich bisher glücklicherweise nie.

    Aber nun: ruf Freunde an und verabrede dich für morgen zum laufen! 😉

  7. Hm… Chips. Ähm, achso ja… Keinen zusätzlichen Druck aufbauen. Die Lust kommt wieder, keine Frage. Kenne das Phänomen sehr gut. Du bist nicht allein! 😀

  8. Laissez faire…
    Ich finde, Du hast das schon genau richtig erkannt. Der Mensch braucht auch mal längere Pausen zwischendurch. Die Zusatztanks mit Vitamin D, Eisen etc. sind vielleicht tatsächlich runtergefahren, die Winterdepri mangels Sonne oder was auch immer. Man muss sich auch mal hängen lassen können. Ging mir im Dezember und Januar so, kein Ziel, dunkel – einfach nur ein paar Freundschaftsläufe und die Läufe mit den Lauftreffs locker gelaufen, nicht wirklich gequält, nicht für irgendwas trainiert.
    Und gerade kommt die Lust zurück, die Lust und der Biss – von ganz alleine. Vielleicht doch auch ein bisschen mit Druck im Nacken, weil bis zum großen Frühjahrswettkampf nur noch 9 Wochen bleiben und ich jetzt was tun muss, wenn ich halbwegs gut durchkommen will…
    However, Deinen Ansatz, das ganze entspannt zu sehen und nicht gleich in Panik zu verfallen ist imho der richtige Weg.

  9. Vielleicht hilft es sich einfach nur ganz kleine Ziele zu setzen: einfach mal 10 Minuten draußen die Beine vertreten – ob du es dann laufen nennst oder nicht bleibt dir überlassen. 😉

    Ich hab auch gerade eine Phase wo ich am liebsten nur auf der Couch mit der Wii versumpern würde, trotzdem habe ich es gestern abends noch rausgeschafft (um 20:15 Uhr!). Dabei hatte ich die Laufsachen bereits an und habe ernsthaft überlegt sie wieder auszuziehen und gegen bequemes zu tauschen. Aber ich weiß genau wie unleidlich(er) ich dann werde wenn ich keinen Sport mache und das will ich dann doch nicht meiner Umgebung und auch mir zumuten.

    Im Nachhinein war ich so froh, dass ich das Training durchgezogen habe, dadurch kann ich mir auch wieder einen ruhigen Tag/Abend gönnen und genießen.

  10. Ich bin sicher, Du findest Deine Leidenschaft und das Brennen für’s Training wieder, weil es kein Muss für Dich ist, sondern Deine Freude. Solche Hänger sind normal, manchmal genügt nur ein kleines positives Erlebnis und man ist wieder drin. Ich nehme mir an solchen Tagen meist vor, nur „hiken“ zu gehen, dem Körper etwas Sauerstoff und ein wenig Bewegung zu schenken, was immer gut tut. Meist wird ein langsamer Jog daraus, oder zumindest zwei drei kurze Sprints die Hügel rauf. Ein Lachen, Kichern, ein schönes Pic mit dem Phone, ein langer Stretch danach und >schwups< schon schreit mein Körper, und noch mehr,meine Seele, am nächsten Tag nach mehr.
    Ich drücke Dir fest die Daumen!

  11. All deine Kommentare vom letzten Jahr, die du alle sehr gut kennst, kannst du hier jetzt anwenden. Kopf hoch, es gibt unterschiedliche Phasen im Leben und irgendwann „läufts“ wieder – nur nichts erzwingen 🙂

  12. Manchmal hat man solche Phasen, das ist vollkommen ok. Nimm dir die Zeit, immerhin machst du Sport weil du Spaß daran hast. Erzwinge nichts und iss weiter Chips 🙂

  13. Also ich zelebriere diese Durchhänger genauso wie Phasen, in denen es top läuft. Denn irgendwann habe ich dann so dermaßen keinen Bock mehr auf faul und träge sein, dass ich mich nach sportlicher Betätigung regelrecht sehne. Dann muss ich mich nicht mal motivieren, rauszugehen. Das passiert ganz automatisch.

  14. Manchmal muss man solchen Phasen nachgeben, dann kommt der Spaß von ganz allein wieder. Ich hatte nach einem Marathon keine Lust mehr aufs Laufen und bin dann eben stattdessen Rad gefahren oder geschwommen. Dann steigert man sich auch nicht so rein, überhaupt nichts gemacht zu haben. Das wird schon! Ich wünsche dir alles Gute dafür und drücke die Daumen, dass du bald wieder mehr Motivation hast.

  15. Servus Katrin,
    sicherlich kennt jeder Sportler diese Phasen, aber diese sind für mich beherrschbar. Ich habe diese Phasen schon seit langer Zeit nicht mehr, denn für mich ist und bleibt die beste Motivation: Ein Ziel setzen! Keines für in 2-3 Jahren, es sollte erreichbar sein und zumindest mal innerhalb eines Trainingsplans liegen. Ich kenne viele Menschen die sagen, ich möchte nur aus Spaß und Freude laufen, aber die wenigsten bleiben mit dieser Einstellung dran. Mit macht es eben auch Spaß und Freude auf einen Wettkampf, auf ein Highlight oder ein selbstgestecktes Ziel zu trainieren. Das motiviert mich morgens um 06:30 Uhr im Becken zu sein und abends noch eine Runde in den Laufschuhen zu drehen. Von nichts kommt nichts.

    Anfangs ist man sicherlich auch müde, seeehhrrr müde. Dann heißt es dran bleiben und schon wird man in der Woche darauf mit Fortschritten und Verbesserungen belohnt. Wenn das keine Motivation für die nächsten Wochen ist, dann weiß ich auch nicht weiter 😉 Mein Stichwort heißt auch Abwechslung. Laufen, Spinning, Schwimmen, Klettern. Immer wieder neue Reizpunkte setzen, dabei wird es dann auch nicht langweilig!

  16. Liebe Katrin, du hast das Problem gut beschrieben. Aber du suchst nach einer Lösung!
    Aus meiner Erfahrung kann ich dir folgendes sagen: dein Kopf will weiter machen, aber dein Körper sagt NEIN. Deshalb hast du ein schlechtes Gewissen dir selbst gegenüber. Aber das solltest du nicht haben.
    Deshalb gib deinem Körper nach und gib ihm die nötige Ruhe, die er braucht. Dafür gib dir einen Zeitrahmen. Sagen wir mal drei bis vier Tage völlig ohne Sport, aber auch nicht daran denken und ohne schlechtes Gewissen. Das ist das Wichtigste. Du tust ihm gut, indem du ihn ein paar Tage schonst. Er wird es dir danken und dein Kopf auch.
    Am vierten oder fünften Tag (vielleicht mit Termin in deinem Kalender) wirst du von alleine wieder den nötigen Antrieb haben und voller Elan wieder aktiv werden. Ich hoffe es für dich und wünsche es dir!!!
    – aber bitte OHNE Chips! 🙂
    LG Robert

  17. Die Sonne und ein bisschen Seelenheil wird’s richten- von ganz alleine.
    Du machst das 😘

  18. Also in Sachen Chips bin ich inzwischen auch ein „Fortgeschrittener“ ;o) Ach Kati…es wird Alles gut…früher oder eben auch später !

  19. Wenns passiert, dann passiert es eben.

    Aussitzen…das wird schon wieder.
    Nicht erzwingen…macht keinen Sinn!

    Viel Erfolg 😉

  20. Bei allen Motivationsreden… Man darf nicht vergessen, warum wir den Sport treiben: weil er uns Spaß macht! Ist der Sport nur Freizeitstress und man würde lieber auf der Couch liegen, dann ist das so. Was ich gelernt habe ist, auf meinen Körper zu hören. Alles andere geht eh in die Hose. Irgendwann kommt die Lust wieder und dann macht es auch wieder Spaß. Trainingszwang macht einen sowieso nicht schneller 🙂

  21. Hallo Katrin,

    ich habe mit Frauchen einen Deal (denTipp hatte ich mal aus einer Laufzeitschrift). Egal, wie unlustig und unmotiviert sie ist – sie muss raus an Trainingstagen, mindestens 5 Minuten laufen. Wenn sie dann immer noch keine Lust hat, darf sie umkehren und aufhören. Ganz ehrlich – sie ist noch nie zurückgekommen. Und hat gemerkt, über einige Unlusttage kann man hinweglaufen und dann kommt die Motivation wieder: vor allem wenn dann die Sonne mal wieder scheinen sollte, die Vöglein zwitschern, es in die Berge geht.
    Andersherum: der erste, zweite, dritte Trainingsausfall ist zu kompensieren. Danach ist „kein Training“ die Gewohnheit, und das Wieder-Anfangen sehr schwer. Und das macht nun noch weniger Spaß, denn auch Frauchen futtert gern und hatte dann insgesamt 20 Kilo mehr als heute …

  22. Was soll ich dazu sagen?? Kenn ich alles. Aktuell wechseln sich Motivation und der Druck durch den ersten Saisonhöhepunkt ab. Dadurch wird zumindest halbwegs regelmäßig Sport getrieben.

    Und das Wissen, dass irgendwann der Schwung zurück kehrt, weil er es jedes Jahr tat, ist auch nicht besonders förderlich beim motivieren.

    Ich glaube aber, es wird auch dieses Jahr wieder gut ausgehen!

    Liebe Grüße

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