Sportblog-Staffelstab – gefangen und weitergegeben


Was ist deine primäre Sportart?

Momentan nur laufen.
Eigentlich dauert dieses momentan aber schon 1 Jahr mittlerweile.

Wie bist du zu diesem Sport gekommen?

Eigentlich war ich Feuer und Flamme für Triathlon. Laufen fand ich primär eher ätzend und von den 3 Sportarten diejenige, die am schwersten zu ertragen war.
Es tat weh, ich war auch alles andere als schnell und dieses Asphaltgetrampel hat lediglich genervt.
Man muss allerdings dazu sagen, dass meine Leidensfähigkeit zu Anfang auch sehr gering war.


Wie lang übst du diesen schon aus und wieso bist du dran geblieben?

Ich laufe eigentlich seit Mitte 2012. Also laufen wäre übertrieben: Ich bin 200 Meter gerannt und dann Sterchen sehend stehen geblieben. Das ging auch relativ lange so. Uneigentlich hab ich mir aber (als es dann ein wenig lief) auch gleich alles kaputt gerannt, weil ich nicht einsehen wollte, dass das alles nicht funktioniert, wie ich das möchte. Effektiv war ich also ab Mitte 2013 6 Monate lang mit zwei Läuferknien außer Gefecht. Im April 2014 gab es dann meinen ersten Wettkampf. 10 Kilometer beim Märchenlauf in Hanau. Es war die Hölle!

Dran geblieben bin ich, weil ich im August 2014 auf die Kurzstrecke der Zugspitz Trailrun Challenge ging. Da kam ich mir 01:08:irgendwas bei den 10km eigentlich ganz passabel ins Ziel. Die Zeit war da eher zweitrangig. Allerdings hatte ich mich furchtbar in diese Art des Laufens verliebt. Und seitdem bin ich auf den Trails hängen geblieben.

Ziel

Übst du noch andere Sportarten aus?

Ich fahre Rennrad, was jetzt nicht überraschend sein sollte.
Ab und zu schwimme ich auch, wobei das eher zu vernachlässigen ist.

Deine bisherige Bestleistung?

Im 2. Jahr meiner Läuferkarriere einen Ultratrail gelaufen zu sein. Das war ein hartes Stück Arbeit. Es gab viele kritische Stimmen. Es gab eine Menge Rückschläge. Aber dennoch habe ich es geschafft. Darauf bin ich sehr stolz.

Ich fand weit laufen immer doof.
Aber irgendwie ist das ein schleichender Prozess und schon landete ich bei den langen Distanzen.
Gern im Gebirge.
Zeiten sind nichts worauf ich unbedingt Wert lege.

Was sind deine nächsten Ziele? Nenne bitte ein kurzfristiges und, wenn vorhanden, ein langfristiges Ziel.

Das nächste kurzfristige Ziel ist unseren Tiergartenlauf gut über die Bühne zu kriegen, bei dem ich nicht als Läufer, sondern als Veranstalter fungiere.
Sonst stehen in diesem Jahr die Feuerwehrdeutschlandtour, der Rennsteiglauf, der Supertrail im Rahmen des Zugspitz Ultratrails und der Berlinmarathon an.

Das einzig langfristige Ziel ist gesund zu bleiben.
Was auf meinem Weg noch folgt, steht in den Sternen.

Hast du ein besonderes Erlebnis, was dir im Gedächtnis geblieben ist?

Eigentlich bleibt jeder der einzelnen Läufe im Gedächtnis.
Am meisten aber mein erstes DNF beim Zugspitz Ultratrail 2015.
Noch nie habe ich so viele Gefühle und Stimmungen an einem Tag erlebt.
Von Aufregung, Freude, Genuss, bis hin zu tiefer Traurigkeit, Selbstzweifeln und extremer Wut.

Aber nicht zuletzt ist alles für etwas gut. Auch mein Aufgeben bei diesem Wettkampf.


Wie ernährst du dich? Fleischlich? Vegetarisch? Vegan? Nur Süßes? Und warum?

Ich esse einfach alles was mir schmeckt und zwar so lange bis ich satt bin.
Wir verlangen unserem Körper so viel ab, also gebe ich ihm das, wonach er verlangt.

Supplementierst du etwas?

Nein.

Hast du eine Buchempfehlung (und ein Zitat daraus)?
„Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede.“ von Haruki Murakami

“Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist eine Option.”

Wo und wann läufst du am liebsten (gern auch mit Foto)?

Am liebsten immer noch im Taunus.
Hier ist zu Hause. Hier kenne ich nahezu jeden Winkel.
Und doch ist es jedes Mal aufs neue wunderschön.

Läufst du allein oder in einer Laufgruppe?

Vorangig allein oder mit meinem Freund.
Ich bin Einzelkämpfer.
In Gruppen fällt es mir schwer mein Tempo zu finden und konsequent zu laufen.
Das Risiko das ich mich dabei abschiesse ist extrem hoch.

Warum und seit wann bloggst du?

Seit 2012.
Eigentlich für mich, weil ich für mich festhalten wollte, wie es so läuft.
Und dann fanden die Menschen meine Geschichten recht witzig.

Was denkst du, wie dich der Sport beeinflußt und zu einem anderen Menschen macht bzw. wie hat er dich verändert?

Positiv und zwar in allen Lebenslagen.
Das ist das, was ich auch immer wieder von meinem Umfeld höre.
Ich bin gelassener und geduldiger geworden.
Wenn man lange unterwegs ist, lernt man viel über sich selbst.
Mit sich umzugehen, mit sich allein zu sein, sich besser einzuschätzen.
Man lernt nicht aufzugeben. Man wird mutig. Man lebt. Man genießt.
Und es lässt einen sein, wer man wirkich ist.


Wen nominierst du, damit er/sie den Staffelstab weiter trägt?

Ich würde gern Julia von Triathlongeflüster nominieren…

Matthias von runHerne: „Nur“ Laufen vs. Triathlon – Kompromiss oder dreifache Belastung?

Das ist eine gute Frage.
Man sagt ja immer Triathleten können 3 Sportarten, aber nichts davon richtig.
Ich finde es einen guten Kompromiss und mag jede der 3 Sportarten auf ihre Art.
Das ich nun beim Laufen hängen geblieben bin, ist mehr oder weniger ein glücklicher Zufall.

Möchtest du dem nächsten nominierten noch eine persönliche Frage stellen?

Katrin für Julia: Was gibt dir am meisten Kraft in einem Weetkampf?

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Veröffentlicht in 2016

7 Gedanken zu “Sportblog-Staffelstab – gefangen und weitergegeben

  1. Es ist immer wieder sehr interessant etwas über die Menschen zu erfahren, mit denen man anonym über einen Blog verbunden ist. Und man findet sich oft selbst wieder. Diese (manche) Gedanken von dir hätte ich gar nicht erwartet.
    Auch ich weiß heute noch nicht wirklich, wo bei mir die Reise hingeht. Triathlon ist zwar mein Ziel, aber ich kenne auch meine Schwächen und wo ich manchmal am Verzweifeln bin. Oft lässt man dies in seinem Blog gar nicht so raus. Danke für deine Offenheit.

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