Kopf hoch und Arsch in Sattel (Part II)


Immer noch sehr still hier.
Musste ich doch gestern so feststellen.
Ich blogge in diesem Jahr so wenig wie nie zuvor.
Merkt man auch deutlich an den Klickzahlen.
Woran liegt’s? Nun, vorrangig daran, dass ich in diesem Jahr irgendwie ein Seuchenjahr erwischt habe.

Ich habe es mir dieses Jahr zur Aufgabe gemacht, Veranstalter reich zu machen.
Ich bin Vorzeigeathlet.
Ich zahle Startgebühr und komme dann nicht.
Das sind einem doch die Liebsten.
So hab ich das beim Frankfurter Halbmarathon gemacht, beim Zugspitz Ultratrail (ooook, da war ich so halb. Aber nicht mal an der ersten Verpflegungsstelle. Ich hab am Start nur einmal kurz die Pipibox benutzt. Und somit Klogeld in grosszügiger Höhe entrichtet.) und bei der Zugspitz Trailrun Challenge (und da sogar für 3 Tage).

Nur beim Rennsteiglauf, da war ich.
Aber da hab ichs so richtig ausgereitzt.
Da war ich sogar auf der Klosparty und hab während des Laufs überall 2 Getränke getrunken. So!

Vielleicht hau ich beim Berlinmarathon auch nochmal so richtig einen raus.
2 Getränke pro Verpflegungsstand uuuund nen Keks obendrauf. JEDESMAL.

Berlin ist ein gutes Stichwort. Denn Berlin ist noch nicht abgeschrieben.
Nicht ganz. Ich habe lange sinniert und darüber nachgedacht, ob ich laufen soll oder nicht.
Es wird eine Schinderei, soviel steht fest. Jedenfalls dann, wenn ich einigermaßen zügig durchkommen will.
Marathon geht ja immer irgendwie. Zur Not bin ich eben langsamer als am Rennsteig.
Und die Frage nach dem Sinn stellt sich hier gar nicht.
Berlin ist Berlin und gehört gelaufen.
Noch sind ja 46 Tage Zeit.

Und dann?
Dann bin ich in diesem Jahr 2 Wettkämpfe gelaufen.
Und das ist (und warum weiss ich nicht genau) wirklich unbefriedigend.
Aber was tun?
Hinnehmen das es so ist und nächstes Jahr dann auf ein Neues?

Noch weiß ich es nicht genau.
Seit zwei Wochen fange ich zaghaft mit dem sporteln wieder an.
Ich sitze viel auf dem Rad und bin in den vergangenen beiden Wochen so viel Rennrad gefahren, wie das komplette letzte Jahr.
Das tat gut. Vor allem der geschundenen Seele.
Gelaufen bin ich auch. Sagenhafte 30 Kilometer.
Aber der Anfang ist gemacht.
Der Grundstein gelegt.
Beginnen wir von vorn.

So ein bisschen verrückt ist das schon.
Irgendwie beginnt man ja ständig von vorn, nach einer Verletzung/Zwangspause. Und wir weinen da auch immer kräftig rum und vergessen dabei doch jedes Mal, dass unser Ausgangspunkt aber bei jedem Beginn ein ganz anderer ist.
Und letztenendes sollten wir eigentlich froh sein, dass wir die Möglichkeit haben immer wieder von vorn anzufangen.
Das Läuferleben aufgeben, möchte ich nämlich eigentlich nocht nicht.
Auch wenn es immer wieder Rückschläge bedeutet…Aber so ist es ja mit allem 🙂

Das Jahr war also bislang wieder eine Lektion in Sachen Geduld.
Und eine sehr lange Lektion in Sachen „Hör auf deinen Körper“.
Und darf bislang großzügig mit dem Motto „War der Tag nicht dein Freund, so war er dein Lehrer“ überschrieben werden.
Aber vielleicht fange ich mein Jahr heute einfach noch einmal neu an.

Happy New Year!

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8 Antworten zu “Kopf hoch und Arsch in Sattel (Part II)

  1. Mach dir keinen Kopf, Rennrad fahren ist toll. Ich wollte eigentlich die komplette zweite Jahreshälfte quasi nur damit verbringen, dank meinem DNS beim Kölnpfad plane ich aber gerade etwas um.

    Rennrad fahren ist aber keinen Deut schlechter als Laufen, dann ist 2016 eben ein Radjahr für dich. Macht nix.

    Gruß
    Sascha

  2. Nicht den Kopf hängen lassen, das wird schon wieder. Außerdem kann ich Sascha nur Recht geben.
    Bei mir war es dieses Jahr umgekehrt. Früher bin ich viel Rad gefahren und wenig gelaufen, dieses Jahr schon knapp 500 km gelaufen, dafür kaum Rad gefahren, und noch weniger geschwommen. Das will ich vom Rest des Jahres etwas nachholen. Vielleicht klappts 🙂
    Am besten hat mir dein Spruch gefallen: „Wenn der Tag nicht dein Freund war, dann war er dein Lehrer!“ Den muss ich mir merken!
    Also, weiter machen!!!

  3. Hey der Trailrunnersdog hat meinen Kommentar geklaut… das wollte/könnte ich genau so schreiben 🙂

  4. Ich habe mich wirklich sehr amüsiert, auch wenn es zu schade ist, dass es bei dir nicht so lief. Einen kleinen Trotzkopf hast du zum Glück behalten. Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen: Radsport ist großartig und es gibt gar keinen Grund den Kopf hängen zu lassen. Klar, ist es immer einfach gesagt, aber zum Glück hast du Alternativen. Stell dir vor, du würdest „nur laufen“. Was natürlich nicht heißt, dass du das Laufen einstellst. Aber wie du so schön sagst, lieber auf den Körper hören. Deshalb alles Gute für die Zukunft!

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