Spendenübergabe 2016


Am 19.11.2016 war es endlich soweit.
2 Jahre bin ich nun schon im Zeichen des Kinderhospiz unterwegs.

Also dringend Zeit, meine gesammelten Werke dort abzugeben und mir vor Ort ein Bild zu machen und alles einmal anzuschauen.

Um 14:00 Uhr stand ich nun tatsächlich recht aufgeregt vor der Tür.
Nicht so recht wissend was mich erwartet, nicht so recht wissend wie ich reagiere, oder wie ich mich fühle. Schließlich ist ein Hospiz, vor allem ein Kinderhospiz nicht alltäglich. Jedenfalls nicht für uns.

Spendenseite

Im Gepäck hatte ich 3341,33 Euronen.
Wenn man ehrlich ist und es genau nimmt, ein Tropfen auf den heißen Stein.
3341 Euro sind nämlich von 1,6 Millionen noch ziemlich weit entfernt.
(knapp die Hälfte der 1,6 Millionen sind für die Pflege.)
Und das ist so ungefähr der Betrag den das Hospiz pro Jahr benötigt.
Da staunt man nicht schlecht.
Wenn man plötzlich weiß, was Matratzen kosten, oder Aufzüge, oder „vermeintliche Kleinigkeiten“.
Welche Dinge einfach unglaublich viel Geld kosten.

Aber ich schweife ab.
Also ganz von vorn.
Stephan nahm uns sehr nett in Empfang und stellte uns Marcus vor.
Und Marcus tja…das ist einer von den Menschen, von denen es mehr braucht auf dieser Welt.

Marcus ist Herzblut, Marcus ist Hilfsbereitschaft, Marcus ist Eurphorie, Marcus ist grosses Kino, genau wie der Rest des gesamten Teams.
Was diese Menschen dort leisten ist so wichtig und gut, aber vor allem mit Worten in keinster Weise zu beschreiben, oder ausreichend zu würdigen.

Das Erste was man dort lernt ist: „Genaugenommen sind wir ein Krankenhaus, nur schöner.“
Genaugenommen muss ich aber sagen, mich erinnert dort wenig an ein Krankenhaus.
Es ist wohlig, warm, gemütlich.
Es ist wie in einem Hotel, im Grünen, an einem Stausee, vor einem Wald.
Es ist still. Es ist Familie. Man fühlt sich willkommen, vom ersten Moment an.

Bis zu 12 Familien finden dort Platz. Am Samstag waren insgesamt fünf Familien dort.
Bis zu zwei Wochen dürfen die Familien hier sein. Pause vom Alltag machen. Zeit für sich haben. Zeit zum Pärchen sein, Zeit zum Familie sein. In manchen Fällen auch länger.
Als wir ankommen treffen wir auf eine Familie, die hier zusammen mit ihrer Tochter ihre wohl letzten Tage verbringen.
Ehrlicherweise muss ich an dieser Stelle zugeben, dass es alles andere als einfach ist, über diesen Besuch zu berichten. Worte können dem nicht gerecht werden, was ich dort erleben durfte, wie es sich anfühlt all das zu sehen.

Marcus hat uns viel erzählt, während er uns nahezu jeden Winkel des Hauses gezeigt hat. Über all das, was dort täglich geleistet wird. Vorrangig ehrenamtlich.
Ohne das ginge es nicht.
Man kann nie genug tun. Vorallem wenn der Tag nur 24 Stunden hat.
Wie viel Herzblut in der Arbeit steckt, das man selbst ab und an doch an seine Grenzen kommt und doch nicht müde wird einfach immer weiter zu machen.

1,5 Stunden später stehen wir in einem kleinen Innenhof.
Vor einem Baum.
An dem kleine Schilder hängen. Mit je einem Namen darauf und manchmal auch einem Foto.
Jedes individuell. Jedes Besonders. Jedes Einzigartig.
Diese Schilder sind uns schon einmal begegnet.
Am Eingang hängen auch welche. Jedes Knd gestaltet es selbst, wenn es hier ankommt.
Da hängen Fußbälle, Feuerwehrautos, Blumen, Blätter…
Und wenn die Kids ihre letzte Reise antreten, tritt auch das Schild eine Reise an.
Von der Eingangshalle an den Baum. Ein ganz besonderer Ort also.

Es ist schwer zu beschreiben, was in einem vorgeht, wenn man in diesem Raum steht.
Darauf möchte ich an dieser Stelle auch verzichten.

Was ich allerdings weiß (und zwar schon seitdem ich in Tambach Dietharz angekommen bin) ist, dass ich weiter für das Kinderhospiz laufen möchte.
Und zwar solange ich auch nur einen Fuß vor den anderen setze.
Ich hoffe ich kann aus den 3341,33 Euro noch eine ganze Menge mehr machen.
Denn das ist das mindeste, was ich tun kann.

Wer sich ein Bild machen möchte, kann das gern hier tun. Ihr braucht 15 Minuten Zeit.

(Der Link zur Spendenseite folgt in Kürze.)

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5 Antworten zu “Spendenübergabe 2016

  1. Hallo Katrin,
    beim Lesen kommen einem die Tränen. Klasse, wie Du es rüberbringst. Und klasse, dass Du das Kinderhospiz unterstützt und immer wieder – durch Dein Vorbild – zu Spenden aufrufst. Wir haben ja gestern auch wieder unsere Halbjahresspende gegeben, ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber wenn alle Leser Deines Blogs dies auch tun würden – für jeden Wettkampfkilometer 1 Euro – dann wäre es wohl schon ein ganz schön voller Bottich 🙂
    Und nächstes Jahr gibt es mehr, weil höhere Wettkampfumfänge.
    Gruß und Anerkennung

  2. `-(
    Danke für diesen wundervollen und sehr mitfühlenden Bericht. Ich habe richtig Tränen in den Augen und eine Gäsenhaut die noch andauert. Respekt was dort geleistet wird und was du für eine Aktion ins Leben gerufen hast! Ganz großer Respekt an alle!!

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