Produkttest: Phantom Athletics Training Mask


So.
Dann bin ich euch noch den Artikel schuldig, auf den in diesem Jahr wohl die meisten von euch warten.
Die Phantom Athletics Trainingmask.
Die Reaktionen während des Testzeit schwankten doch schon.

Wie genau, erzähle ich euch später gern genauer.
Von „Wofür braucht man das?“ bis hin zu „Scheiß da, bringt doch eh nichts“, war alles dabei.

Zuerst muss man sagen, dass es sich hierbei nicht um eine Maske handelt, die die Sauerstoffzufuhr reguliert, sondern es eine Maske zum Atemtraining ist.

Funktioniert wie? Ganz einfach.
Mit der Maske lässt sich der Widerstand der Luftzufuhr erhöhen. Heißt, dass es einem schwerer fällt zu atmen. Die Luftzufuhr wird eingeschränkt. Man atmet somit also tiefer, um die gleiche Menge Luft einzuatmen, wie mit einem normalen Atemzug sonst.
Die Maske selbst, hat 4 Stufen, die man einstellen kann, ohne die Maske abzunehmen.
Sie schliesst mit einer Gummilippe dicht ab.
Wichtig zu wissen: Kein falscher Ehrgeiz, ihr dürft gern mit Stufe 1 anfangen 😉

Front

Für einen kurzen Moment kostet es tatsächlich Überwindung das Teil aufzuziehen und damit raus unter Leute zu gehen.
Weshalb ich mich im Regelfall darauf beschränkt habe, immer erst ein wenig aus dem Ort herauszulaufen, bevor ich die Maske aufgesetzt habe.
Denn alltäglich ist es nun wirklich nicht, dass jemand mit einem solchen Teil durch die Gegend flitzt.
Aufsetzen lässt sie sich ganz einfach.
Ein Band wird über den Kopf gezogen bis ungefähr zum Hinterkopf.
Das zweite Band verläuft am Kiefer, unterhalb der Ohren und wird im Nacken mittels Klettverschluss verschlossen.
So kann man regulieren, wie fest sie sitzen soll.
Das obere Band rutscht nicht und die Maske sitzt fest am Kopf.

Was tut das Teil also nun, wenn man damit läuft.
Ich für meinen Teil bin jemand, der während es Laufs immer sehr schnell und sehr flach atmet.
Unbewusst. Heißt im Umkehrschluss: Ich bin relativ schnell außer Atem.
Genau mein Trainingsgerät also 🙂

Während des Laufs mit der Maske atmet man gleichmäßige und tiefer.
Das ist die ersten Male wirklich anstrengend. Mal abgesehen davon, dass man klingt wie „Darth Vader“ und aussieht und sich teilweise fühlt, wie Bane aus Batman.
Aber das ist ja vorerst nebensächlich zu betrachten.
Ich atme während des Laufs mit der Maske also tiefer und gleichmäßiger, was zur Folge hat, dass ich mich während des Laufens unbewusst stark auf meine Atmung konzentriere.
Tue ich sonst nicht. Tue ich sonst nie. Bzw. erst dann, wenn ich pumpend wie ein Maikäfer feststelle, dass ich wieder zu flach geatmet habe.
Bei den Testläufen mit der Maske passierte mir das nicht. Ich lief und atmete, als wäre es das normalste der Welt. Ohne irgendwann festzustellen, dass ich erschöpft bin, weil ich zu flach atme.
Während all der Tests lief ich immer ca. 30 Minuten mit Maske. Den Rest der Zeit dann ohne.
Beim Absetzen der Maske fühlt man sich für ein paar Minuten wie Kirby 😉 Das Gefühl relativiert sich allerdings relativ schnell.

Was bringt es nun?
Mir sehr viel. Ich atme bewusster, tiefer, gleichmäßiger, was mir hilft, entspannter zu laufen.
Nach 5 Trainingsläufen mit Maske war ich auf der Hausrunde schneller und die Herzfrequenz niedriger.
Will heißen: Schönes Trainingsgerät für mich, welches weiterhin regelmäßig zum Einsatz kommen wird.
Ich mag die Läufe mit Maske sehr. Es lässt mich entspannter laufen und trainiert mich darauf, auf meine Atmung zu achten.
Sieht vielleicht ein wenig merkwürdig für das Umfeld aus.
Aber das Atemtraining ist ein Teil des Trainings, der für mich sehr sinnvoll ist, den ich bislang aber immer vernachlässigt habe.
Gerade auch fürs Trailrunning. Da steht man ja gern mal Luftschnappend am Berg.

Woran man sich ebenfalls gewöhnen muss ist die Wasser/Schweißansammlung in der Gummilippe.
Wenn es warm ist, schwitzt man doch ein wenig (siehe Foto)
Aber gut..Laufen und Schwitzen sind ja sowieso zwei Dinge die sich nicht fremd sind.

Maske innen

Es gab doch die ein oder andere witzige Begegnung während ich die Maske trug.
Renter sind ein wenig irritiert und sehr unsicher.
Allein spazierende Damen ein wenig angespannt.
Die Herren der Schöpfung amüsiert, pfeifend, augenzwinkernd oder kopfschüttelnd.
Wenn Kinder in meiner Nähe waren, habe ich mich dazu entschieden die Maske auszuziehen und danach wieder aufzusetzen. Weil Kinder dann doch nicht eingeordnet bekommen und verstehen was das da denn jetzt ist.
Läufer und Radfahrer halten dich nachhaltig für bescheuert.

Die witzigste Begegnung hatte ich damit allerdings Samstagmorgens in einem Waldstück.
Dort befindet sich ein Munitionslager der Bundeswehr.
Ich lief in der Sonne gemütlich vor mich hin. Keine Menschenseele zu sehen. Plötzlich aus dem Nichts ein Polizeiauto.
Rechts neben mir Stacheldraht, vor mir ein Polizeiauto und ich mit der Maske.
Wir haben uns merkwürdig beäugt. Ich die Herren in blau, sie mich.
Ich zog stillschweigend die Maske aus, während sie gefühlt in Zeitlupe an mir vorbeifuhren.
Sehr strange und gleichzeitig sehr witzig 🙂

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Veröffentlicht in Test

5 Gedanken zu “Produkttest: Phantom Athletics Training Mask

  1. Super, danke für den Beitrag. In der Tat, hatte ich ein wenig darauf gewartet. Interessant, was sie dir so für das Training neben sehr viel Unterhaltung so bringt. Als ich damals beim Höhentraining aufhören musste, weil das Zentrum schloss, hatte ich überlegt, ob die Maske eine Alternative wäre. Damals hatten sie noch die Werbung in diese Richtung aufgezogen. Nach einiger Recherche stellte sich dann aber heraus, dass sie eben das macht, was du beschreibst und was nicht ganz das war, was ich gesucht hatte. Zudem hatte ich etwas Sorge wegen meines Asthmas. Schön, dass sie dich dazu bringt, konzentriert auf deine Atmung zu achten. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt, aber es erinnert mich daran, womit ich es in Hinblick auf mein Asthma und für eine verbesserte Konzentration dahingehend versuche: Ujjayi Atmung wie beim Yoga. Trainiert auch die Lungen und hilft mir bei Atemlosigkeit.

      1. Nein, ehrlich gesagt nicht. Ich wollte ja damit mein nicht vorhandenes Höhentraining kompensieren, wovon ich unglaublich begeistert bin; sowohl konditionell als auch hinsichtlich der verbesserten Regeneration.

  2. Cooles Trainginsgerät, aber nix für mich. Alleine die Blicke würde ich nicht aushalten 😀
    Und da ich bei der Feuerwehr bin und gerne so ne lustige Atemschutzmask aufhabe reicht mir das als „Training“ auch vollkommen aus. Da brauche ich das beim Sport nicht auch noch.

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