Rodgau50 2017


So.
Da wäre er nun also Geschichte.
Der erste Wettkampf 2017.

Genaugenommen war er schon letzten Dienstag Geschichte. Als aus dem Ziehen im Hals ein Kratzen und dann eine ausgeprägte akute Bronchitis wurde.
Und so war auch sehr schnell klar, dass ich Rodgau defintiv nicht laufen würde.
Erkältungen sind ja (meiner gesundheitlichen Vergangenheit sei Dank) keine ungewöhnliche und selten vorkommende Sache.
Also seis drum. Haken dran.
Ich wollte wenigstens dabei sein und dem Mann Beistand leisten, wenn ich schon nicht mitlaufen konnte.
Und es warteten nicht zuletzt wieder eine ganze Reihe bekannter Gesichter, auf die man sich ja irgendwie doch schon sehr gefreut hat.

Also alles angezogen was sich finden lies.
Zwiebellook deluxe bei -9 Grad.

Ab die Startnummer abholen.
(Meine hab ich dann doch mitgenommen. So als Andenken.)
Ab in die übervolle Turnhalle, in der man relativ schnell feststellte: Läufer sind teils wirklich ein komisches Völkchen.
Angefangen von dem Herren, der sich auf dem Parkplatz direkt vor die Motorhaube unseres Autos stellte, laufen lies und mir so quasi seinen Hintern ins Gesicht hielt, bis hin zu dem Herren der soviel an den Haaren herbeigezogene Dinge erzählte, das mir schon ganz schwindlig wurde.

So war ich also recht froh, als es endlich wieder raus in die Kälte und zum Start ging.

Ein wenig überrascht war ich doch, über die relativ kleine Zuschauerzahl.
Aber gut, wer veirrt sich auch bei Minusgraden irgendwo hinter die Hecken. Das würde also ein laaaaaanger, einsamer Tag werden.
Macht nix, wir Läufer sind ja genügsam 😉

Mein Weg war schnell klar. Pendeln zwischen Start/Zielbereich und Verpflegungsstation, heisst in Summe ca 100 Meter Fussweg.
Das ist ganz gut.
Das Zelt vom Twitterlauftreff sah ich hingegen allerdings eher selten.
Meine Mission war nach der 3. Runde des Mannes relativ klar: Mentalarbeit.
Sein Gesichtsausdruck nicht mehr so locker und ich wusste, dass er langsam zu kämpfen begann.


Aber alles im Rahmen. Mein Plan war, ihn von Runde zu Runde abzuholen, abzuklopfen wie es ihm geht, wie weit der Kopf zu schaffen macht und dann zu entscheiden zu wie es weitergeht.

Die Wartezeit vertrieb ich mir mit diversen Pläuschen. Christian brachte mir Tee und ein offenes Ohr.
Die Jungs und Mädels liefen und wechselten beim Passieren das Ein- oder andere Wort und so verging die Zeit wie im Flug.
Und so wurde Rodgau in seiner monotonen Tristesse, doch einer der Wettkämpfe, die mir definitiv in Erinnerung bleiben werden.

Nach 6 Runden war dann für uns Feierabend und der Heimweg konnte angetreten werden.
30 gute Trainingskilometer für den Mann und viele schöne Momente für mich, machten meinen DNS wirklich vergessen.

Und wahrscheinlich kommen wir wieder. 2018…denn vielleicht wurden an einem Streckenrand im hessischen Forst schon wieder unvernünftige Pläne geschmiedet 😉

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7 Antworten zu “Rodgau50 2017

  1. … Pläne mit göttlichem Beistand😊
    Danke das du da warst 😘

  2. Ist aber auch wirklich schade, dass dieses Vorhaben nicht klappte. Tja, man soll den Mut nicht aufgeben. Dafür konntest du wenigstens deinen Firefighter moralisch unterstützen.
    Ich drück dir die Daumen, dass du bald wieder fit wirst.

  3. Dieses Phänomen Rodgau… Toll, dass du zur Motivation dabei warst. Sicher eine schöne Läuferatmosphäre.

  4. Klasse, dass Du unterstützt hast, aber immer schön achtsam sein 😉 Gute Besserung!

  5. Moin Katrin,
    mir hat Rodgau dieses Jahr als Zuschauer auch gut gefallen, besser sogar als 2016 als Läufer 🙂

    Gruß
    Sascha

  6. Pingback: Lieblingsblogs Folge 53 - Coffee & Chainrings

  7. Rodgau gibt es auch noch 2018 und dann lauft Ihr beide – so warst Du vielleicht als Unterstützung wichtiger 🙂 Und Gesundheit geht immer vor. Und von wegen „monotone Tristesse“ – dafür heißt die Band, die den Ort weltweit (ähem) bekannt machte, ja auch Rodgau Monotones 😉

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