Halbmarathon Frankfurt 2017


12.03.2017
Ich habe gut geschlafen, bin nicht vor dem Wecker aufgewacht, habe 3 Scheiben Toast auf meinem Teller, 2 Scheiben schon gefuttert und einen Kaffee in der Hand.
Alles normal eigentlich. Sollte man meinen.
Ist aber unnormal. Jedenfalls für mich.
Raceday. Halbmarathon Frankfurt.
Start und Ziel im Stadion der Eintracht.
Eigentlich hibbel ich sonst durch die Gegend. Hüpfe während des Essens, versuche krampfhaft ein halbes Brötchen runterzukriegen.

Ob ich auf meine alte Tage doch noch lernen werde, mit der Nervosität umzugehen? Oder habe ich nur gelernt, Dinge anders, leichter zu nehmen.

Abfahrt zum Stadion. Je näher wir kommen, desto weniger Lust habe ich.
Hach, doch noch alles wie immer.
Geliebte Macke. Je näher der Start rückt, desto lieber möchte ich einfach nach Hause.

Ein kleiner Tropfen Wehmut.
Unsere Hauptperson war nämlich leider gar nicht da.
Sabrina, die nach langer Zeit wieder ihren ersten Halbmarathon laufen wollte und nun krank im Bett lag.
Eigentlich wollten wir sie begleiten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Und dann stecken wir auch schon mittendrin.
Ein bekanntes Gesicht hier, ein bekanntes Gesicht da. Hier ein Schwätzchen, da ein Schwätzchen und doch wieder die Hälfte nicht gesehen.

Startschuss um 10:00 und dann passierte erst einmal lange Zeit nichts.
Irgendwo hakte es, irgendwas ging nicht weiter. Nun denn…ich stand in der Sonne, mir wars gleich.
10:21 Uhr. Jetzt gings dann auch für uns über die Startlinie.
Der Plan war: Freilaufen auf den ersten Kilometern und dann einen schönen GA1 Trainingslauf draus machen. So stands im Plan.
Und momentan schreibt Herr Beck unsere Bibel. Was er sagt, wird gemacht.

Mit Freilaufen war da allerdings nicht viel.
Die ersten Kilometer zogen sich auf einem relativ schmalen Rad-/Wald-/Wanderweg dahin und verhagelten mir ordentlich die Laune.
Da hatte man die 4er (Damen-)Lauftreff-Grüppchen, die in Reihe nebeneinander liefen.
Und diejenigen, die versuchten sich daran vorbeizuschieben.
Diejenigen, die verzweifelt von rechts nach links tippelten, wenn sie merkten, das sie jemand überholen wollte.
Es war gruselig.
Aber seis drum, wer langsamer läuft und weiter hinten startet, muss damit eben leben.
Ein Ende war abzusehen, die Abbiegung auf eine grosse Hauptverkehrstrasse bereits zu sehen.
Jetzt ging es in Richtung Stadt. Entlang am Main.

Half aber alles nichts. Die Laune war irgendwie verhagelt.
Und das legte sich erst Stück für Stück ab KM10 und schlussendlich bei KM11, als es dann „nach Hause“ ging.
Lichtblick Isenburger Schneise. Da wollten Freunde stehen und die hatten vorher extra noch ein Schild gemalt.
Ich kenne ja viel.
Ich hatte schon persönliche Cheerleader beim Zieleinlauf (auch das hat einige Zeit gedauert), persönliche Sportfotografen (Danke Uli), aber noch nie ein Schild.
Allerdings meldeten sich die beiden Blasen unter den Füßen jetzt doch sehr deutlich.
Die hatten sich auf den vergangenen 16km irgendwie eingeschlichen.
Falsche Schuhwahl. Aber das wusste ich schon, als ich zu Hause aus der Tür ging.
Hat mich aber dennoch nicht veranlasst, noch einmal umzudrehen und die richtigen Schuhe einzupacken.

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Und dann wars soweit.
Unser Fanclub tauchte am Rand auf 🙂 Mit Schild. Und Applaus und Jubeln und allem drum und dran.
Persönliche Begleitung auf ein paar 100 Metern.
(Lieben Dank Astrid und Bernd, ihr habt das Ganze doch irgendwie besonders gemacht 🙂 )

Noch einmal links abbiegen und dann noch kurz rechts und nochmal links und dann standen wir auch schon fast wieder vor der Commerzbankarena.
Fast geschafft. Noch einmal ums Stadion und durchs Ziel.
Zielzeit 02:20
06:30/km Wohlfühltempo.
Schnell laufen war ja noch nie meins 🙂
Aber ein ordentlicher GA1 Lauf.
Genau wie geplant.

Wiederholen muss ich dich nicht lieber Halbmarathon Frankfurt. Auch nicht, wenn du vielleicht doch irgendwann mit eine Medaille lockst.

Nächster Halt: Weiltalmarathon 🙂

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7 Antworten zu “Halbmarathon Frankfurt 2017

  1. Zunächst mal Glückwunsch für das Finish. Dann hat mir am besten gefallen: „… auf meine alten Tage …“!!! Ich sag dir mal was, wenn du junges Küken erst mal in meine alten Tage kommst, dann wirst du zu einem Start wirklich viel gelassener gehen. Das kommt tatsächlich mit dem Alter 🙂
    Allerdings braucht man aber auch eine gewisse Spannung, um einen Wettkampf zu machen. Das gehört nun mal dazu.

    • Lieber Robert, erst einmal habe ich mich tatsächlich über uns schmunzeln müssen. Das soziale Netzwerke bewirken, dass man plötzlich doch im „realen“ Leben Kontaktpunkte hat…das freut mich sehr ☺
      Lieben Dank für deinen Kommentar, lieben Dank für die Glückwünsche. Und bis demnächst ☺

      • Schaun wir mal, wann es endlich mal klappt. Bei mir ist im Moment großer Frust angesagt. Dickes Knie und kein Ende. Running Camp auf Mallorca musste ich heute absagen. 😡
        Bleib gesund!

      • Oh. Das tut mir leid zu hören. Ich hoffe es geht dir bald besser. Aber wenn wir nicht laufen, ist bestimmt mal ein Stück Kuchen und ein Kaffee drin in einer Bäckerei/Café. Ich bin ganz gespannt auf die Geschichte zu deinem Abzeichen.

      • Sollten wir hinkriegen.

  2. Glückwunsch zum dann doch entspannten Lauf!
    Anspannung und Nervosität gehören wohl einfach dazu und ganz ohne wäre es wohl auch kein richtiges Rennen! 🙂

  3. Hört sich doch alles gut an 🙂 Bei der Vorgeschichte mit Infektionen usw. Glückwunsch zum erfolgreichen Finish. Und @Robert hat recht – Du bist ein Jungspund. Aber auch im Alter legt man die Nervosität und das „Was mache ich hier eigentlich, warum stehe ich schon wieder an einer Startlinie, ich will nach Haaaauuuse“ nicht ab 😉 Kenne ich gut von Frauchen ….

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