Hallo 2018


2018.
Hallo neues Jahr.
Nachdem ich mir fast 2 Monate Blogpause gegönnt habe, hat sich einiges geändert.
Was den Blog angeht jedoch nicht viel.

Ich habe nach wie vor das Gefühl, aus dem Ganzen einfach rausgewachsen zu sein.
Wie ein ausgelatschter Laufschuh, der einem einfach nicht mehr so richtig passen mag.
Laufen, damit sind wir auch schon beim Thema.
2017 ging zu Ende mit nicht mal 600 Laufkilometern. Das ist nicht schlimm.
Obwohl, doch irgendwie schon.
Woran liegts? Nun ja, man könnte jetzt Ausreden und Ausflüchte finden. Man könnte aber auch zugeben, dass man Schlichtweg keinen Bock hatte und „sich drum drücken“ ja immer hervorragend funktioniert. Des Weiteren hat sich der sportliche Fokus auch ein wenig vom Laufen wegbewegt und privat tat sich einiges.
Die Wohnung, in der ich 9 Jahre mein zu Hause hatte, habe ich gekündigt und ausgeräumt und gegen ein neues viel schöneres zu Hause getauscht. Das ist zugegeben noch nicht ganz fertig, aber es ist schön zu wissen, dass man sein Plätzchen gefunden hat.
Da ist die Arbeit die man reinsteckt etwas, was Spaß macht, egal wie anstrengend es ist.

Baustelle

Mein Leben spielt sich also seit geraumer Zeit zwischen Arbeit, Umzug, Baustelle und Therapie ab.
Ja richtig, Therapie. Jetzt fragt sich wahrscheinlich so mancher: „Was los mit der? Durchgedreht?“
Nein, nicht durchgedreht.
Seit meinem Auszug aus dem Elternhaus vor 15 Jahren (da fällt mir ein Liedtext ein, der irgendwie erschreckend wahr ist: „Denn ich bin in einem Alter, in das ich niemals kommen wollte, doch jetzt wo ich schon mal da bin, findet ihr mich am Buffet.“) habe ich eine Menge gesehen und erlebt, was ein ziemlich hohes Maß körperlicher und seelischer Gewalt umfasst.
Ein Thema über das ich nicht oft rede und nicht gern. Wieso sollte man auch? Es ist ja nichts, worauf man besonders stolz ist.
Ein Thema von dem ich eigentlich dachte, dass es zu meiner Vergangenheit gehört, zwar scheisse gelaufen ist, aber jetzt ja vorbei und somit irgendwie ganz ok.
Nun ist das mit den Menschen so eine Sache…wenn sie zufrieden und angekommen sind, melden sich Ängste und Sorgen zu Wort, von denen man glaubte, sie wären schon lange nicht mehr da. Völlig normal, völlig menschlich. Gesteht man sich eben nur nicht ein, weil man glaubt sich somit zu einer Art „Außenseiter“ zu machen oder eben komisch zu sein und somit nicht mehr gemocht, oder als verrückt abgestempelt, oder, oder, oder… Und es braucht eben eine ganz schön große Portion Mut, irgendwann den Schritt einer Therapie zu gehen, weil man merkt, dass man allein nicht weiter kommt und es einem eben nicht gut geht damit. Statt wegzulaufen und alles so sein zu lassen wie die Jahre zuvor.
Und auch jetzt muss ich zugeben, dass es mir nicht leicht fällt darüber zu reden, weil immer die Angst bleibt, abgestempelt und ausgelacht zu werden.

All das sind Dinge, die den Sport haben hinten anstehen lassen. Obwohl er mir eigentlich gut tun würde und mir helfen würde, das Gedankenkarusell das ein oder andere Mal anzuhalten und auszusteigen. Aber die Kraft ist manchmal einfach nicht da.
Also quäl ich mich nicht zum Training sondern machen eben einfach mal nichts.

So entstehen 600 Laufkilometer und so passierte auch, dass ich hier eben nichts zu berichten habe und mir die Lust dazu auch fehlte.

Nun hat das neue Jahr begonnen. Und ich merke, dass ich so langsam wieder beginnen möchte. Mit dem Laufen, mit Training allgemein.
Also beginne ich nun wieder mit einem Trainingsplan. Zusammen mit Holger, wie immer… (welche Stütze dieser Mensch, gerade jetzt in der schwierigen Zeit ist, dafür reichen Worte nicht aus. Wie ich da je aufwiegen soll, weiß ich nicht)

Jedenfalls ging es am 01.01. also wieder los.
Der Fokus liegt momentam auf ganzheitlichem Training. Kraft und Ausdauer.
Ob und wie ich darüber berichte, weiß ich noch nicht.
Letztlich war der Blogpost jetzt (soviel muss ich zugeben) auch nur dafür da, um herauszufinden, ob ich noch Spaß an Sport und Blog habe.
Und da der Artikel ja einige Zeilen lang ist…vielleicht erzähle ich euch ja ab und an doch noch ein bisschen was 🙂
Die ersten Laufkilometer 2018 sind getan. Auch wenn es nur 5 waren bislang. Aber immerhin ein guter Anfang.

Lauf 1 2018

Liegestütz
P.S.: Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.
Und was ich nur immer wieder sagen kann..Wenn ihr merkt, dass es etwas gibt, was euch auf dem Herzen liegt, womit ihr alleine nicht fertig werdet..habt den Mut euch Hilfe zu suchen. Auch wenn es im ersten Moment vielleicht schwer fällt.

 

 

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Veröffentlicht in 2018

11 Gedanken zu “Hallo 2018

  1. Hallo Katrin
    Ich wünsche dir alles liebe und gute in diesem neuen Jahr. Ich hoffe du findest wieder Spaß am Laufen. Wichtiger ist aber wirklich das du dein „Trauma“, was auch immer du alles erlebt hast, mit Hilfe überwindest. Ich jann natürlich nur erahnen wie es dir geht, aber ich hoffe nur das beste für Dich
    Liebe Grüße Frank

  2. Hallo Katrin, auch wenn es „nur “ 600km waren im letzten Jahr hast du doch vieles gemeistert. Den Rennsteiglauf, immerhin den Supermarathon – ja ich weiß nicht ganz bis zum Schluß aber immerhin ein Ultra, und noch ein paar andere Läufe. Du organisierst den Tiergartenlauf mit, den Feuerwehrsport – wo du viel erreicht hast -, die Spenden für das Kinderhospiz in Thüringen, und so weiter. Vielleicht muss man auch mal kürzer treten um wieder richtig durchzustarten.
    Ich wünsche dir für die nächste Zeit alles Gute, viel Kraft, viel Spaß und Erfolg mit Holger und für deine Projekte. Irgendwann, so hoffe ich, werde ich dich dann auch mal persönlich kennen lernen. Meine, ehrliche, Hochachtung hast du.

  3. Liebe Katrin, Hochachtung. Auch vor Deinem Mut, das hier alles öffentlich zu machen. Du weißt, was ich meine. Ich bin froh, Dich zu kennen. Und nach jedem Tal kommt ein noch größerer Gipfel, fest versprochen 🙂 LG Iwans Frauchen

  4. Von Katrin zu Katrin: ein ganz tolles Laufjahr 2018 für dich!! Nimm dir die Zeit zum Laufen, die du brauchst und die dir gut tut und den Rest verwende deine Zeit einfach für andere Dinge. Welcome Back!

    LG Katrin

  5. Liebe Katrin, aufmerksam habe ich deine Zeilen gelesen. Zunächst wünsche ich dir viel Erfolg bei der Aufarbeitung deiner Probleme. Du schaffst das! Außerdem hast du einen Partner an deiner Seite, der dich voll unterstützt, das weiß ich. Eure Liebe wird dir über alles hinweg helfen. Und dazu ein Wort: „Aufwiegen“ muss man in einer gut funktionierenden Partnerschaft nicht! Das sieht Holger bestimmt genau so.

    „Nur“ 600 km? Hmmh. Wenn ich mir ins Gedächtnis rufe, was du alles im letzten Jahr geschafft hast, dann finde ich das schon eine ganze Menge. Und ich glaube auch nicht, dass man den Erfolg nur an den Laufkilometern messen kann oder sollte. Das sehe ich inzwischen für mich auch so. Bei mir waren es nur 580 km, Laufen wollte ich aber mindestens 1000! Heute bin ich froh, trotz der widrigen Umstände, die mich in 2017 belasteten, so viel laufen konnte.

    Also, halte dein Glück mit beiden Händen fest und habe wieder ganz viel Spaß an unserem schönen Sport.
    Alles Gute und liebe Grüße, auch an Holger
    Robert

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